Bad Bevenser ADAC Niedersachsen-Classic begeisterte Oldie-Liebhaber

„Das ist so was Schönes!“

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Ein Schmuckstück reihte sich ans nächste bei der Fahrzeugpräsentation gestern im Bad Bevenser Kurpark.

Bad Bevensen. Man kann es sehen, hören, riechen: Da ist etwas Besonderes los am Wochenende in Bad Bevensen – die ADAC Niedersachsen-Classic. Schon am Freitag strömten die Oldtimer, mehr als 170 alte Autos und 14 Motorräder aus ganz Deutschland an.

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt war dabei Veranstalter, Hauptorganisator vor Ort war Gert Fröhling vom hiesigen ADAC-Ortsclub, der 19 heimische Helfer vom Club und sechs aus der Feuerwehr einteilte. „Ein Höhepunkt in unserem 50. Jubiläumsjahr!“, so Fröhling.

Am Sonnabend reihte sich am Kurpark ein Oldtimer an den anderen, um die Startnummer und Unterlagen zu erhalten. Das Alter des Fahrzeugs bestimmte die Reihenfolge am Start. Die Vorsitzende des ADAC-Bevensen, Susanne Gemballa, schwang zum Auftakt bei einem Motorrad die Fahne: einem „Wanderer 616“ von 1920, der Lothar Klenner aus Langenhagen gehört. Alle 30 Sekunden starteten dann nacheinander die sehenswerten Oldtimer – allesamt spiegelblank geputzt.

„Da sind Fahrzeuge bei, von denen nur 200 gebaut wurden. Die haben den Wert von einem Einfamilienhaus“, schwärmt Gert Fröhling und weist etwa auf den roten „Rudolf Thurner RS“ aus dem Jahr 1972 hin.

Damit sie auch belegen können, dass sie tatsächlich alle Stationen abgefahren sind: In Groß Hesebeck mussten sich die Teilnehmer einen Stempel abholen, den ADAC-Ortsclubmitglied Reimund Kühn (hinten) vergab.

Auch Teilnehmer aus dem Landkreis Uelzen waren zu finden und präsentierten sich bei der „Catwalkfahrt“. Dazu gehörte auch Gerhard Schwake aus Bad Bevensen mit seinem „GM Cadillac Sedan de Ville“. „Die Leidenschaft für Oldtimer steckt mir im Blut“, bekennt er lächelnd. „Ich habe 1978 damit angefangen. Drei Fahrzeuge sind es inzwischen. Dieser Cadillac ist 5,80 Meter lang, und ich setze ihn auch bei Hochzeiten und Jubiläen ein. Das ist so was Schönes!“

Gesamtsieger: Hans Seitz und Katja Harries aus Verden (Mitte) mit Bad Bevensens Bürgermeisterin Susanne Lühr-Peschke (2.v.r.) sowie Irene Mihlan und Präsident Ulrich Krämer (beide ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt).

Die Tour am Elbufer, durch Wendland und Göhrde – rund 170 Kilometer – begeisterte. Zwischendurch gab es Stopps bei Streckenposten. Abends dann der Festakt im Kurhaus. Und gestern Vormittag strömte bei strahlendem Sonnenschein ein großes Publikum zur Fahrzeugpräsentation in den Kurpark. Auf der Außenbühne des Kurhauses wurden dann die Sieger geehrt. Beste in der Gesamtwertung bei den Autos wurden Hans Seitz und Katja Harries aus Verden mit dem Mercedes Benz 220 A-Cabrio.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Die Bilder der ADAC Niedersachsen-Classic in Bad Bevensen

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