Grüne kritisieren Verhalten der BBM

Die Solarbahn in Bad Bevensen: „Schlichtweg verzockt“

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„Das ist eine katastrophale Situation für die Stadt“, sagt Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller über das Aus der Solarbahn in der Kurstadt.

Bad Bevensen. Das Aus für die Solarbahn in Bad Bevensen stößt bei den Grünen der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf auf Unverständnis.

Martin Feller

Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller kritisiert, dass die Geschäftsführung der Bad Bevensen Marketing (BBM) und die Politik das Vertrauensverhältnis mit Kurbahn-Betreiber Andreas Gensch komplett zerrüttet haben, indem sie die Verhandlungen um eine Verlängerung des Vertrags immer weiter herausgezögert hätten. „Finanziell waren wir uns einig, aber Herr Gensch wollte nicht mehr mit der BBM zusammenarbeiten. Teile des Rats und die BBM-Geschäftsführung haben sich schlichtweg verzockt“, kritisiert Feller.

Er sei gespannt, ob die BBM jetzt kurzfristig zum ersten Juni einen neuen Betreiber für eine Kurbahn präsentieren kann. „Das ist eine katastrophale Situation für die Stadt“, meint Feller und warnt: „Wenn die BBM es nicht schafft, haben wir endgültig den Super Gau.“ Zu der Kurstadt Bad Bevensen gehöre eine Kurbahn, mit der die Menschen zufrieden sind – und das habe Gensch mit der Solarbahn geliefert.

Ein neuer Betreiber wird laut Feller der Stadt auch mehr Geld kosten. Die Solarbahn habe 120 000 Euro für einen ganzjährigen Betrieb gekostet. Der Vorgänger sei hingegen nur für sechs Monate durch die Kurstadt gefahren und kostete 100 000 Euro. Er glaube nicht, dass es kostengünstigere Angebote als die von Gensch bisher betriebene Solarbahn geben werde.

Auch aus ökologischen Gründen sei das Ende der Solarbahn ein Rückschlag. „Ich rechne nicht damit, dass wir wieder einen Solarbahn-Betreiber finden werden“, sagt Feller. Die Stadt verliere etwas Einmaliges.

Für die Bad Bevenser sei das Ende der Solarbahn auch deshalb schlecht, weil die Bahn auch zum öffentlichen Nahverkehr gehörte. Die neue Bahn werde dies bei den momentanen Mehrheiten im Rat wohl nicht sein, meint Feller.

Von Lars Lohmann

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