Flammen zerstören Scheune 

Großbrand zwischen Medingen und Bruchtorf: 150 Feuerwehrleute im Einsatz

+
Beim Eintreffen der Feuerwehren brannte die Scheune in voller Ausdehnung. Der Einsatz dauerte mehr als 36 Stunden.

Bad Bevensen-Medingen. Diesen Einsatz werden die Freiwilligen Feuerwehren und das DRK so schnell nicht vergessen: In der Nacht zum Sonnabend ist eine 80 mal 20 Meter große Scheune zwischen dem Bad Bevenser Ortsteil Medingen und Bruchtorf in Flammen aufgegangen.

Zur Spitzenzeit waren mehr als 150 Einsatzkräfte aus 23 Feuerwehren an der Brandstelle tätig. Erst nach über 36 Stunden konnten die Letzten von ihnen den Einsatzort wieder verlassen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei schätzt die Schadenshöhe auf 400 000 Euro.

Das Feuer in der Scheune an der Kreisstraße 56 war am Freitag gegen 23 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen. Wenige Tage zuvor waren in der mit einer Photovoltaik-Anlage eingedeckten Scheune große Mengen Stroh eingelagert worden. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung und der Gefahr der Brandausbreitung musste die Bahnstrecke Hamburg-Hannover zeitweise für den Zugverkehr gesperrt werden.

Weil anfangs nicht abzuschätzen war, ob oder wann die Scheune mit ihren Stahlelementen einstürzen wird, beschloss Einsatzleiter Stefan Burmester mit seinen Führungskräften, das Gebäude kontrolliert abbrennen zu lassen. „Das gepresste Stroh aus der Scheune zu bergen, war ein zu hohes Risiko für meine ehrenamtlichen Einsatzkräfte vor Ort, für die ich die Verantwortung trage“, so Burmester.

Mit Strahlrohren und Wasserwerfern wurde das Ausbreiten der Flammen auf benachbarte Felder, den Bahndamm und eine Birkenschonung verhindert. Zum Schutz der eingesetzten Feuerwehren stand die DRK-Bereitschaft Uelzen mit Rettungswagen, Einsatzleitwagen und Betreuungseinheiten vor Ort zur Verfügung. Als wertvolle Unterstützung zur Lagebeurteilung erwies sich zudem die Drohne der DRK-Bereitschaft. Mit dieser konnten Luftaufnahmen von der Scheune aus der Vogelperspektive gemacht werden.

Die Wasserversorgung für die Abriegelung des Brandobjekts wurde über lange Wegstrecken aus Medingen und Bruchtorf herangeführt. Mit Unterstützung der Landwirte konnte zudem Wasser aus Feldberegnungsbrunnen zum Brandort gepumpt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.