Niedersächsische Meisterschaft der Schäfer in Klein Bünstorf Gerd Jahnke aus Eimke holt Titel

Schäfer, Schafe, Schäferhunde

Niedersachsenmeister der Schäfer wurde Gerd Jahnke aus Eimke mit Karlos und Kira. Nur einen Punkt dahinter landete Tochter Verena Jahnke mit Hündin Shakira auf Platz zwei.

Klein Bünstorf. Weitegehüt, einpferchen, Halbenhund, Griff, Stockhaar – alles Fachjargon – mit denen die Teilnehmer der Niedersächsischen Meisterschaft der Schäfer und beim Landesleistungshüten des Schafzuchtverbands wie selbstverständlich umgehen.

„Der Beruf steht sozusagen auf der Roten Liste“, sagt Jochen Rehse über das Problem, Schäfer-Lehrlinge zu finden.

Fünf Schäfer traten zum Landesausscheidungshüten an und elf zum Landesleistungshüten des Schäferhundvereins. Wiederholter Sieger und damit Teilnehmer bei der Bundesmeisterschaft in einem Monat in Baden-Württemberg ist Schäfermeister Gerd Jahnke aus Eimke mit den Schäferhunden Kira und Karlos. Nur einen Punkt weniger erlangte Verena Jahnke, mit der Hündin Shakira.

Freitagnachmittag, eine Viertelstunde vor Beginn der Wettkämpfe ist es noch Still in der Klein Bünstorfer Heide. Lediglich ein Zug, ein kläffender Hund aus dem Dorf und ein hämmernder Specht sind zu hören. Mit dem Näherkommen an das Heidestück kommen Aufbauten und Menschen in den Blick.

Unter anderem mussten die Schäfer die Herde über die Brücke, eine Engstelle, führen.

Aus der Ferne wird eine Schafherde sichtbar, die zum Pferch geführt wird. Es ist die Herde von Gerd Jahnke, der die 320 Schnucken zur Verfügung stellt. Los geht es noch nicht. Zunächst ist ein Rundgang mit Beteiligten durch den anstehenden Parcours angesagt. Natürlich sind die beiden Preisrichter, Schäfermeister Klaus Wuttge aus Krummhörn in Niedersachsen und Schäfer Herbert Kind aus Dörnfeld in Thüringen dabei, die im Laufe des Wochenendes fast zwanzig Mal die Runde drehen. Die Anforderungen an die Hüteleistung sind hoch – enthalten sieben Punkte, vom Ausstallen, Engwegtreiben, Weites Gehüt bis zum Treiben über die Brücke. Auch die Leistungen des Halbenhundes und des Beihundes haben ihren Messkatalog. Rund eine Stunde dauert es, bis die Schnucken wieder im Pferch sind.

Jochen Rehse, Vorsitzender des Landesschafzuchtverbands Niedersachsen, führt durch das Programm, gibt Informationen zu den Wettbewerben und der Schäferei an sich. „Es gibt in Deutschland nur noch etwa 1000 Berufsschäfer“, ist zu erfahren, „wir finden keine Lehrlinge mehr. Der Beruf steht sozusagen auf der Roten Liste.“

Mehr um den Hund ging es dann am Sonnabend und Sonntag beim Ausscheidungshüten des Vereins für Deutsche Schäferhunde – gemäß der Hüteordnung.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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