Frische Klamotten nach dem Einsatz

Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf investiert in neue Kleiderkammer

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So könnte die Bevenser Feuerwache mit den Anbauten – rechts und links rot eingezeichnet – aussehen.

Bad Bevensen – Muffelnde Kleidung nach dem Löscheinsatz, womöglich mit krebserregenden Stoffen verunreinigt – das soll in Zukunft ausgeschlossen werden.

Auch um zukünftige hygienische Standards zu erfüllen und weil die bisherige Kleiderkammer der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf im Bevenser Feuerwehrhaus zu klein ist angesichts von 1300 Aktiven, soll auf dem Gelände ein Neubau entstehen. Im Feuerschutzausschuss wurden Vorentwürfe für die neue Kleiderkammer vorgestellt. Geplante Umsetzung: 2021.

Die Zeichnungen der Lüneburger Architekten Batzik und Meinheit, die Bauamtsleiter Roland Klewwe präsentierte, zeigen eine Fahrzeughalle mit einem lang gezogenen Schleppdach. Durch den Eingang in der komplett verglasten Front geht es in die Kleiderkammer. Auf 425 Quadratmetern Grundfläche ist genug Platz für Feuerwehrleute, die ihre Einsatzkleidung abholen wollen. Es gibt Umkleiden, eine Werkstatt zur Wartung der Atemschutzgeräte, ein Büro, einen Besprechungsraum mit Teeküche sowie ein Büro für den Gemeindebrandmeister.

„Das ist vom Stil her ein Industriebau“, erläutert Bauamtsleiter Klewwe den noch nicht abschließend beratenen Entwurf. Mit anderen Worten: Der Zweck steht im Vordergrund bei der 800 000-Euro-Investition. Die Fassaden sollen schlicht mit Blech oder einer Kombination aus Metall und Holz verkleidet werden. Einzig mit dem vorgeneigten Frontbereich setzen die Architekten einen gestalterischen Schwerpunkt.

Für Mitarbeiter und Feuerwehrleute sind zwei Varianten mit 17 beziehungsweise 28 Stellplätzen geplant. Umstritten war dagegen die Notwendigkeit einer Fahrzeughalle. Die hatte die Feuerwehr beantragt, damit später einmal zentral mit einem Fahrzeug benutzte Einsatzkleidung abgeholt und frisch gereinigte ausgeliefert werden kann. Die Reinigung soll eine professionelle Firma übernehmen.

Zu tun ist auch jetzt schon genug in der Kleiderkammer. Bis 2022 erhalten alle Feuerwehrleute, auch die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren, neue Einsatzkleidung. 750 000 Euro investiert die Samtgemeinde in die Jacken und Hosen in Dunkelblau mit gelb-weißen Streifen. Die vorhandene Kleidung bleibt als Reserve und Tauschwäsche erhalten.

Auch für die Feuerwache der Schwerpunktwehr Bevensen haben die Architekten Vorentwürfe vorgelegt. Für 850 000 Euro sollen 2021 ein Anbau mit zwei weiteren Fahrzeugstellplätzen sowie ein Anbau auf der anderen Seite für Umkleiden entstehen. Je nach Größe gibt es getrennte Eingänge für Männer und Frauen. Die Einsatzkräfte könnten dann ohne Hindernisse zu den Fahrzeugen gehen.

VON GERHARD STERNITZKE

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