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Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf bereitet sich auf Busse mit Flüchtlingen vor

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Blick in die Sporthalle der Waldschule Bad Bevensen.
Notunterkunft bei Bedarf von jetzt auf gleich: die gerade erst sanierte Sporthalle der Bevenser Waldschule. © Archivfoto: Sternitzke

Die Sporthalle der Bevenser Waldschule könnte möglicherweise in eine Notunterkunft für ukrainische Flüchtlinge umgewandelt werden. Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hat entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Bad Bevensen – Zuständig für Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung ist der Landkreis. Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung organisieren im Wege der Amtshilfe Wohnraum und Hotelzimmer für Familien und Einzelpersonen. Seien diese jedoch ohne Obdach, müsse die Samtgemeinde tätig werden, erklärt Samtgemeindebürgermeister Martin Feller.

Anlass ist ein Anruf, den der Verwaltungschef gestern früh erhielt. Demnach waren drei Busse mit Flüchtlingen nach Bad Bevensen unterwegs. In Kooperation mit dem DRK, das bereits im Auftrag des Landkreises die Unterkunft in der alten KGS-Sporthalle betreibt, bemühte sich die Verwaltung um Betten und Verpflegung. Später dann Entwarnung: Die Busse wurden zu einer der Erstaufnahmestellen in Niedersachsen umgeleitet, wie der Bürgermeister berichtet.

Sportunterricht wird erst einmal garantiert

„Erst mal garantieren wir den Sportunterricht, aber wir bereiten alles für den Notfall vor“, stellt Feller klar. „Wenn Flüchtlinge kommen und von Obdachlosigkeit bedroht sind, sind wir in der Lage, in zwei bis drei Stunden eine Unterkunft vorzubereiten.“

Die Busse sind Bestandteil von privaten Hilfsaktionen, die die Behörden in Zugzwang bringen können. „Sie sind nicht kalkulierbar, aber ich finde das zutiefst menschlich“, betont der Bürgermeister.

Auf den Kosten befürchtet der Bürgermeister sitzen zu bleiben. Die ukrainische Währung ist entwertet. Deshalb zahlt die Samtgemeinde pro Person 50 Euro aus, pro Kind 25 Euro.

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