Bad Bevenser begeben sich am Wochenende auf die Jagd nach Unrat

Sammel-Aktion in Bad Bevensen: Drei Kubikmeter Müll eingetütet

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Jugendliche vom Schweizerhof fanden auch einen Autoreifen.

Bad Bevensen – Müllsammeln in der Stadt und drumherum. Vielen Bevensern ist diese Aktion längst vertraut und wie selbstverständlich greifen sie zu Zange, Handschuhen sowie Müllbeuteln und ziehen los.

Diesmal gibt es zudem leuchtende Warnwesten für diejenigen, die hauptsächlich an größeren Straßen sammeln wollen.

Gerd Meyer und Dorothee Schmidt (links) sammelten ebenso mit wie drei Damen vom Kinderschutzbund.

Auffällig ist am Sonnabend die gute Beteiligung. „Zusammen mit den Ortsteilen sind etwa 200 Helfer dabei“, berichtet Bauamtsleiter Roland Klewwe. Seine Vermutung: Durch die neuen Dorfsprecher in den Ortsteilen seien noch mehr zum Mitmachen aufgefordert worden. „Seedorf ist ja schon lange dabei, aber jetzt waren auch Jastorf, Gollern und Medingen aktiv und haben bei sich aufgeräumt“, sagt Klewwe. Zusammen mit dem Müllsammeltag im Rahmen des Zukunftstags an der KGS, seien somit etwa 400 Menschen für Sauberkeit und Umweltbewusstsein aktiv. „Dieses Mal haben wir im Bereich der Stadt Bad Bevensen auch nur drei Kubikmeter Müll zusammengesammelt, bedeutend weniger als sonst – vor allem im Kernstadtbereich“, lautet das Fazit von Klewwe.

Auch für eine Pause musste bei all der Sammelei mal Zeit sein.

Das fiel auch Klaus Kozek auf, der quasi von Anfang an dabei ist. „Dies Jahr war weniger Müll.“ Trotzdem sei es noch viel und gebe einem zu denken. So wurden von einem Trio vom Kinderschutzbund im Wilhelmsgarten mehrere leere Cannabis-Tütchen gefunden. Und der neunjährige Finlay von der Kinderfeuerwehr hat einen großen Karton voller leerer Rumflaschen, Wodkaflaschen, Flachmännern aus dem Straßegraben gesammelt.

Vor allem in den Straßengräben findet sich der Müll. Leere Coffee-to-go-Becher, Milchshakebecher, Tablettenverpackungen und mehr hat sich dort angesammelt. Auf dem KGS-Gelände hingegen wimmelt es von Strohhalmen, berichtet Gerd Meyer. Die Jungen vom Schweizerhof finden auf dem Gelände des Hamburgischen Krankenhauses einen Autoreifen

Merkwürdig sind auch die Funde von Scheibenwischern, eines Aquariums sowie der abgebrochenen Rückenlehne eines alten Bürostuhls.

Nach der großen Sammelei gibt es Bratwurst und Getränke. Dort verzichtet man auf die üblichen weißen Becher und hat Mehrwegbecher parat. Die meisten Sammler stellen wieder die jungen Feuerwehrleute. Aber auch Parteien, der Waldkindergarten sowie Bad Bevenser Verbände und Organisationen helfen mit.

VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

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