Bad Bevenser wollen touristischen Kurs fortführen und konsolidieren

Richtungswechsel unerwünscht

Bad Bevensen/Landkreis. Konsolidieren und die touristische Linie fortführen – das sind die Aufgaben, die der neue Geschäftsführer der Bevenser Kurgesellschaft (KurGmbH) laut Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller (Grüne) vereinen muss.

Das bisherige Modell, nämlich, dass der Chef der Kurgesellschaft gleichzeitig der Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) ist, hält er für sinnvoll. In den fünf Jahren, in denen Uwe Winter beide Posten inne hatte, hätten viele Synergien genutzt werden können. Winter hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass er zum 31. August nach Bad Dürrheim wechselt (die AZ berichtete).

„Als Herr Winter kam, ging es darum, eine Neuausrichtung zu bringen, jetzt geht es um eine Vertiefung des Bestehenden“, skizziert Feller auf Nachfrage ein Arbeitsfeld, das auf den ersten Blick für einen Neueinsteiger wenig reizvoll klingen möge. Doch Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer (SPD), der zugleich BBM-Aufsichtsratsvorsitzender ist, stellt klar: „Konsolidieren heißt nicht nur Sparen, sondern auch kreative Konzepte zu entwickeln, die mehr Gäste nach Bevensen holen.“ Hinsichtlich der künftigen Zusammenarbeit von KurGmbH und BBM – ob mit gemeinsamer Geschäftsführung oder anderen Kooperationsvarianten – möchte sich Kammer derzeit noch nicht äußern. „Die beiden Gesellschaften sollten auch künftig eng verzahnt werden“, sagt Kammer und verweist auf das Tourismus-Schwergewicht KurGmbH, deren Mehrheitsgesellschafter der Landkreis mit 58 Prozent ist. Die Stadt Bad Bevensen hält an der Kurgesellschaft 42 Prozent.

Die Frage, ob sie eine interne oder externe Lösung für die Besetzung des Geschäftsführerpostens für realistischer hält, ließen Kammer und Feller gestern unbeantwortet: „Wir beteiligen uns an keinen Personalspekulationen.“ Feller betont zudem, dass man sich Zeit nehmen werde, eine gute Besetzung auszuwählen. „Uns drängt doch keiner. Herr Winter hat alle Weichen gestellt, alles ist in trockenen Tüchern.“ So würde Uwe Winter sein derzeitiges Großprojekt, den Bau der Salz- und Solewelt noch bis zur Fertigstellung begleiten. Die Pläne für den Kurhausneubau, der dieses Jahr beginnen soll, seien bis zur Farbkomposition fertiggestellt.

Landrat Dr. Heiko Blume (CDU), der zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der KurGmbH ist, beantwortete die schriftliche Anfrage zu diesem Thema gestern nicht und verwies durch die Pressestelle auf die „laufenden Beratungen“.

Von Wiebke Brütt

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