SPD will Position Bad Bevensens an Bahn-Chef Grube schicken und fordert regelmäßige Pflege

Resolution für einen schöneren Bahnhof in Bad Bevensen

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Begrüßung mit Mülltonne und Graffiti – und die Laternen brennen am helllichten Tag dazu.

Bad Bevensen. Er wurde viele Jahre lang und immer wieder als Visitenkarte der Kurstadt beschrieben: der Bahnhof in Bad Bevensen. Doch in den vergangenen Jahren hat diese Visitenkarte so manchen Knick und Riss erhalten, sieht ein wenig abgegriffen aus.

Diesen Zustand nimmt jetzt die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bad Bevensen zum Anlass, folgenden Antrag zu stellen: Die Stadt soll eine Resolution beschließen, wonach die Deutsche Bahn AG aufgefordert wird, für ein gepflegtes Umfeld am Bad Bevenser Bahnhof zu sorgen. Außerdem – und damit greifen die Sozialdemokraten ein Anliegen des Inklusionsbeirats auf – soll dort ein Aufzug installiert werden.

Für einen der bedeutendsten Kur- und Tourismusorte im norddeutschen Raum sei ein gepflegter Bahnhof das A und O, argumentieren die Sozialdemokraten. Viele Urlauber reisen schließlich immer noch mit der Bahn an. Empfangen werden sie derzeit allerdings von einem Gebäude, das neben dem Fahrkartenschalter und einer tristen Wartehalle lediglich eine leer stehende ehemalige Gaststätte beherbergt. Ein besonderer Dorn im Auge ist der SPD die Unterführung: Sie sei verdreckt und mit fremdenfeindlichen Parolen beschmiert. Die Bahn, so lautet die Forderung, müsse dringend einen regelmäßigen Reinigungsdienst am Bahnhof einrichten.

Doch auch in Sachen Barrierefreiheit gibt es am Bad Bevenser Bahnhof noch Verbesserungspotenzial. Die lang gestreckten Rampen jedenfalls sind nach Ansicht der SPD-Fraktion für Gehbehinderte und gebrechliche Reisende keine wirkliche Erleichterung. Im Gegenteil: Gerade für diese Menschen seien die Rampen „eher eine Behinderung durch die längeren Wegstrecken, die zusätzlich überwunden werden müssen“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzende Ellen Laas. Deshalb halte man den Aufbau eines Aufzugs für dringend erforderlich.

Auch mancher Bürger steht mit seinem Bahnhof inzwischen auf Kriegsfuß: eine offensichtlich defekte Beleuchtung an den Bahnsteigen, die Tag und Nacht brenne, treibt die Bevenser ebenso um wie eine Lautsprecheranlage in der Wartehalle, die nicht funktioniere.

Die vom Stadtrat zu beschließende Resolution, so will es die SPD, soll nicht nur an Bahn-Chef Rüdiger Grube gehen, sondern auch an die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, die auch Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn ist.

Von Ines Bräutigam

Bahnhof Bevensen: Einst Visitenkarte der Kurstadt und jetzt?

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