Glasfaser-Projekt stand beim Gemeinderechnungstag in Weste im Mittelpunkt

Raus aus dem „weißen Fleck“

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Landrat Dr. Heiko Blume, Bürgermeister Achim Ritzer und Christian Henkel von LüneCom (v.l.) informierten über den aktuellen Stand beim Glasfaser-Projekt. 

nk Weste. Das Gasthaus Cordes platzte förmlich aus den Nähten, so groß war das Interesse in diesem Jahr am Gemeinderechnungstag. „Eine so große Beteiligung an unserem Gemeinderechnungstag hat es bisher noch nicht gegeben“, freute sich Bürgermeister Achim Ritzer.

Die meisten waren wohl gekommen, um sich über den aktuellen Stand in Sachen Glasfasernetz zu informieren. Ritzer gab bekannt, dass es noch zwei weitere Veranstaltungen zu dem Thema in der Gemeinde Weste gibt: am 1. Februar, 19 Uhr, im Wester Schützenhaus und am 7. Februar im Dorfgemeinschaftshaus in Höver.

Auch Landrat Dr. Heiko Blume freute sich über das große Interesse, und Christian Henkel vom Netzpächter LüneCom stellte ausführlich vor, wie das mit dem Breitbandausbau genau funktioniert und wie sich Haushalte anschließen können. Weste ist nämlich ein sogenannter „weißer Fleck“, die 2150 Haushalte sind somit unterversorgt. Bis zum 31. März können Anmeldungen für einen kostenlosen Hausanschluss bei der Gemeinde abgegeben werden.

Nach zwei Stunden bekamen die Wester dann einen ausführlichen Bericht, was sich in der Gemeinde sonst noch getan hat. „Wir haben die Bahnstrecke in der Gemeinde gekauft und im Dezember angefangen mit dem Freischnitt und den Rodungsarbeiten, damit der Bagger sich bewegen kann“, informierte Achim Ritzer. Der Gleisrückbau werde alsbald beginnen, die Schwellen sollen noch liegen bleiben. Langfristig will die Gemeinde am Bahnhof ein Baugelände ausweisen. Sie hat die zwölf Hektar für 92 000 Euro gekauft und durch die Vermarktung beim Rückbau 65 000 Euro wieder eingespielt.

Auch der Bau der A 39 war Thema, das Problem mit der Busstation in Höver wurde geregelt und 14 000 Euro für ein Buswartehäuschen angeschafft. Dafür hoffe man noch auf einen Zuschuss vom Landkreis.

Schließlich vermeldete der Bürgermeister noch eine positive Haushaltslage. „Die Wirtschaft boomt in Weste, wir haben 35 000 Euro mehr an Steuern eingenommen“, so Ritzer. Allerdings machte Ritzer auch deutlich, dass durch Freistellung der Eltern von Kindergartenbeiträgen statt bisher 15 000 Euro jetzt mit 60 000 Euro Unterdeckung gerechnet werde. Zehn Kinder aus der Gemeinde besuchen den Kindergarten.

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