Bevenser Inklusionsbeirat fordert Maßnahmen gegen verkehrswidriges und gefährdendes Verhalten

Radfahrverbot im Kurpark?

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Lediglich die Verbindung zwischen dem Alten Wiesenweg und der Ilmenaubrücke an der Minigolfanlage sollte frei nutzbar bleiben – auf allen anderen Wegen im Bad Bevenser Kurpark sollte aus Sicht des Inklusionsbeirats das Radfahren untersagt werden.

Bad Bevensen. Der verkehrsberuhigte Bereich in Bad Bevensen wird nicht immer unbedingt seinem Namen gerecht:

„In der letzten Inklusionsbeiratssitzung haben die Mitglieder darüber diskutiert, dass zunehmend im verkehrsberuhigten Bereich der Stadt weder Radfahrer noch Autofahrer diesen als solchen berücksichtigen und sich damit verkehrswidrig und gefährdend verhalten“, schreibt Gesine Mörtl im Namen des Beirats an Bad Bevensens Bürgermeisterin Susanne Lühr-Peschke. Der Inklusionsbeirat beantragt vor diesem Hintergrund, dass die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei die verkehrsberuhigten Bereiche mehr beachten und kontrollieren möge.

Die Mitglieder des Inklusionsbeirats sprechen sich unter anderem dafür aus, dass sämtliche Wege des Kurparks nicht mehr mit Fahrrädern befahren werden dürfen. Ausgenommen davon soll die direkte Verbindung vom Alten Wiesenweg zur Ilmenaubrücke an der Minigolfanlage sein: Dieser Weg soll nach Ansicht des Inklusionsbeirats für Radler weiterhin frei nutzbar sein.

Für die Fußgängerzone der Innenstadt sowie den westlichen Bereich der Lüneburger Straße, für die nordöstliche Rathausstraße und Bahnhofstraße und auch für die Kurze Straße haben sich die Mitglieder des Beirats überlegt, dass Fahrradfahrer diesen Bereich zwar auch nutzen dürfen, allerdings sollte hier maximal Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Notfalls müsse angehalten werden, da Fußgänger immer Vorrang haben sollten, appelliert der Verein.

Und auch für die gehbehinderten Besucher der Bad Bevenser Dreikönigskirche machen sich die Mitglieder des Inklusionsbeirats stark. „Der zweite Antrag“, schreibt Gesine Mörtl an die Bürgermeisterin Lühr-Peschke, „enthält die Bitte, sich mit der Stadtverwaltung dafür einzusetzen, dass seitlich von der Dreikönigskirche auf öffentlichem Straßenrand drei Parkplätze für Menschen mit Behinderungen ausgewiesen werden.“ Immer mehr mobilitätseingeschränkte Menschen, so Mörtl, möchten weiterhin den Gottesdienst besuchen. „Für diese Menschen wäre es eine große Erleichterung, wenn sie barrierefreie Parkplätze in unmittelbarer Nähe nutzen könnten.

Von Ines Bräutigam

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