Neujahrsspiel des TSV Jastorf: Die verheirateten Männer haben das Nachsehen

Pyjamas, Elfer, siegende Junggesellen

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Seit 1973 ist das traditionelle Neujahrsspiel vom TSV Jastorf nur zwei Mal ausgefallen – wegen zu hoher Schneemassen. Schnee war gestern kein Thema und auf dem grünen Rasen hatten die Verheirateten in ihren Schlafanzügen das Nachsehen.

Jastorf. Der 1. Januar hat seinen festen Platz im nagelneuen Terminkalender der Jastorfer. Dann ist das traditionelle Neujahrsspiel des TSV Jastorf auf dem Gert-Müller-Platz.

Dabei treten Junggesellen gegen Verheiratete an, die in ihrem Pyjamadress oder Nachthemd schnell zu erkennen sind. Oft gewinnen die Verheirateten Kicker – dieses Jahr auch? Der Neujahrsmorgen hat es ja in sich. Vielleicht muss noch Restalkohol abgebaut werden, es fehlt an ein paar Stunden Schlaf oder nach den geruhsamen Weihnachtsfesttagen an Fitness.

Den Kickern ist das egal, es wird bei Wind und Wetter gespielt. Nur zweimal ist dieses Highlight seit 1973 ausgefallen – jeweils wegen zu hoher Schneemassen.

Der saß! Das Neujahrsspiel endete 4:4 und wurde erst im Elfmeterschießen entschieden. 

Kurz vor dem Anpfiff. Schiedsrichter Marcus Lühmann steht bereit. Die Spieler trotten aufs Feld. Der jüngste ist gerade mal 15 Jahre alt, der älteste Mitte 50. „Spaß haben und keine Verletzungen“, raunt der langjährige Verheiratetenbetreuer Walter Horn den Mannschaften zu, abgenickt vom Junggesellenbetreuer Klaus Scharnhop.

Los geht es. Das Spiel wird für „Stärkungspausen“ unterbrochen. Tore fallen auch. Christoph Rühmann schießt gleich zwei, in der gegnerischen Mannschaft Florian Schlie auch. Am Ende ist Gleichstand bei 4:4. Also Elfmeterschießen. Christian Besenthal und Gerd Fischer machen sich bereit.

Ein unterlegener Verheirateter überreicht den siegreichen Junggesellen den Pokal. 

Das Publikum fiebert mit, spornt an, lenkt ab, kommentiert. Letztlich sind die erfreuten Junggesellen Erster. Der TSV-Vereinsvorsitzende Martin Warnecke gratuliert und überreicht den Pokal an Martin Schwochow. Jetzt wird noch ein bisschen geklönt, ein gutes neues Jahr gewünscht, etwas Heißes gegessen und getrunken. Dann noch ein allerletzter Umtrunk und Spieler und Publikum „zerstreuen“ sich.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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