WBB und Grüne fordern Sozialarbeiter für Bad Bevensen

Ein Profi für die Jugendarbeit

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Bei den Jüngsten ist das Bevenser Jugendzentrum beliebt – doch es muss auch ein Angebot für Jugendliche her, fordern WBB und Grüne.

Bad Bevensen. Neun Wochen lang war das Jugendzentrum in Bad Bevensen geschlossen. Mitten im Sommer. Aus Sicht der Gruppe WBB-Bündnis 90/Die Grünen im Bad Bevenser Stadtrat geht das gar nicht.

Und deshalb hat die Gruppe nun auch ein sozialpädagogisches Konzept für die Jugend- und Sozialarbeit in der Kurstadt beantragt.

Für die Gruppenvorsitzende Gabriele Meyer (WBB) steht fest, dass es im Jugendzentrum Handlungsbedarf gebe. „Die JuZ-Leiterin ist dort ganz allein mit ein paar Hilfskräften. Wenn sie ausfällt, gibt es keine wirkliche Vertretung“, benennt Meyer das Dilemma. Ein Sozialarbeiter der benachbarten Kooperativen Gesamtschule (KGS) übernehme im Notfall mal die Geschicke des JuZ. „Das geht mal für eine Woche“, meint Gabriele Meyer im AZ-Gespräch, „aber nicht für länger.“ Und genau da möchte die Ratsgruppe ansetzen.

Mit dem beantragten Konzept soll eine Verlässlichkeit für die Jugendlichen im JuZ entstehen. Hierfür fordert die Gruppe die Schaffung einer Stelle für einen Sozialarbeiter. Die Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit sei ein großes Anliegen Bad Bevensens. „Da müssen wir auch Geld in die Hand nehmen“, appelliert Gabriele Meyer. Finanziert werden soll die neue Sozialarbeiter-Stelle durch Einsparungen in anderen Bereichen des Haushalts. Auch entsprechende Fördermittel sollten nach Auffassung von WBB und Grünen eingeworben werden. Personalkooperationen mit anderen Kommunen seien ebenfalls denkbar.

„Bisher wird die Jugendarbeit in der Stadt sträflich vernachlässigt“, findet Meyer deutliche Worte und stellt fest, dass immer wieder geäußerte Vorwürfe in diese Richtung berechtigt seien. Mit dem beantragten Konzept könnte das Angebot des Jugendzentrums erweitert werden. Denn zurzeit sei das JuZ-Programm vornehmlich auf kleinere Kinder, weniger auf Jugendliche ausgerichtet, bedauert Gabriele Meyer.

Das Konzept soll aber noch etwas anderes – nämlich die Sozialarbeit in der Stadt verbessern. „Die Vereinsamung von älteren und sozial schwachen Menschen sowie die unzureichende Integration von Flüchtlingen sind in der Stadt Bad Bevensen deutlich erkennbar und erfordern dringend Gegenmaßnahmen“, mahnt die Gruppen-Vorsitzende an.

Von Ines Bräutigam

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