Stadt Bad Bevensen plant neues Bewirtschaftungskonzept

Parkgebühren in der ganzen Stadt

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Bad Bevensen. Eine flächendeckende Bewirtschaftung der Parkplätze in der Bad Bevenser Innenstadt – das sieht ein Konzept vor, das am Freitagabend im Rahmen einer Bürgerbeteiligungsveranstaltung vorgestellt und diskutiert werden soll.

Das Hannoveraner Planungsbüro PGV (Planungsgemeinschaft Verkehr), das bereits andere Verkehrskonzepte für die Kurstadt entwickelt hatte und somit die Situation vor Ort kennt, hat das Konzept erstellt.

Und das sieht vier zentrale Maßnahmen vor, wie Bauamtsleiter Roland Klewwe im AZ-Gespräch erklärt. Nämlich die Einführung von Parkgebühren auf dem Parkplatz am Rathaus, auf der Park-and-Ride-Anlage auf der Westseite des Bahnhofes, auf dem Parkplatz am Ämterzentrum/Jugendzentrum und auf dem Parkplatz an der Brückenstraße (Schützenplatz). Außerdem soll die so genannte „Brötchentaste“-Regelung geändert werden: Statt bisher 30 Minuten soll sie fortan noch 15 Minuten kostenloses Parken erlauben.

Für den Parkplatz am Rathaus, der derzeit zum Teil mit Parkscheibe genutzt werden kann, ist eine Gebühr von 50 Cent pro halber Stunde und eine Höchstparkzeit von zwei Stunden vorgesehen. Auch auf der Westseite des Bahnhofes sowie auf dem Ämterzentrum-Parkplatz ist eine Gebühr von einem Euro pro Stunde und die Einführung einer Jahreskarte angedacht. Letztere könnte zwischen 60 und 80 Euro kosten und käme vor allem Pendlern entgegen. Die Gebührenhöhe entspricht zudem der Gebühr, die für das Anmieten einer Fahrradbox am Bahnhof bezahlt werden muss.

Auf dem Bevenser Schützenplatz, auf dem derzeit rund 260 Parkplätze kostenfrei vorgehalten werden, sollen künftig 20 Cent Gebühr pro Stunde bezahlt werden. Eine Tageskarte wäre für einen Euro zu haben. Das Parken auf dem Parkplatz in Richtung Kurhaus würde gleichzeitig teurer werden: Hier fielen 50 Cent pro Stunde oder drei Euro pro Tag an.

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe will die Stadt Bad Bevensen durch dieses Konzept schlagen:

1. Sie wird so dem mit dem Land Niedersachsen geschlossenen Zukunftsvertrag gerecht, in dem 100 000 Euro jährliche Mehreinnahmen durch Parkgebühren vereinbart worden waren. Sollte das Konzept so, wie es bereits im Verwaltungsausschuss vorgestellt wurde und am Freitag öffentlich diskutiert werden wird, umgesetzt werden, könnte es rund 109 000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr bringen.

2. Die Parkplätze der Innenstadt werden gleichmäßiger genutzt, da eine Verdrängung von kostenpflichtigen auf kostenfreie Parkplätze nicht mehr in bisherigem Maße ins Gewicht fallen würde. „Die Parkraumbewirtschaftung“, meint Bürgermeister Martin Feller (Grüne), „ist da ein Steuerungsinstrument, das auch die Verfügbarkeit von Parkplätzen in der Stadt verbessert.“

• Die öffentliche Bürgerbeteiligung zum diesem Thema sowie zu den Kurpark-Plänen und einem eventuellen Kurhaus-Neubau beginnt am Freitag, 24. Februar, um 18 Uhr in Saal 3 und 4 des Bad Bevenser Kurhauses.

Von Ines Bräutigam

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