Eltern und Politiker wollen freie Wahl und sicheren KGS-Platz für Bevensen-Ebstorfs Kinder

Norden lehnt neue Schulbezirke ab

+
Der Schulausschuss der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf lehnt den auf Landkreisebene diskutierten Neuzuschnitt der Schulbezirke in weiten Punkten ab.

Bad Bevensen/Ebstorf. Der Schulausschuss der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf lehnt den auf Landkreisebene diskutierten Neuzuschnitt der Schulbezirke in weiten Punkten ab.

Unterstützt wird das Gremium in seiner Ansicht von der Elternschaft Bevensen-Ebstorfs, die den „freien Elternwillen“ als höchsten Maßstab für die Schulwahl ansieht. Die Vertreter des Gemeindeelternrates kritisieren darum maßgebliche Aspekte des Antrags, der seitens der Kreisgruppe aus CDU,FDP und RRP sowie der Kreistags-SPD gestellt wurde.

Lediglich die Zusammenlegung der Förderschulen und die damit einhergehende künftige inklusive Beschulung von förderbedürftigen Kindern an Regelschulen befürworten die Bevensen-Ebstorfer. Die anderen Regelungen gehen ihnen gegen den Strich: Besonders übel stößt ihnen der Wegfall der Aufnahmegarantie an der KGS für Kinder Bevensens und Bienenbüttels auf. „Die KGS ist schon heute für den Landkreis eine Angebotsschule“, schreibt der Gemeindeelternrat in einer Stellungnahme. Ändern würde sich durch die neuen Schulbezirke an dem Status der Schule also nichts – die Bezirkänderung würde „einseitig zu Lasten der im derzeitigen Schulbezirk der KGS lebenden Familien gehen“. Auch Frederike Hein (Grüne) kritisierte: „Die KGS ist mal entstanden, damit die Kinder in Bevensen gut versorgt sind.“ Und genau das sei aber durch den neuen Zuschnitt nicht mehr gegeben.

Ein weiterer Punkt, den weder Eltern noch Schulausschussmitglieder akzeptieren wollen: Die Einschränkung, dass Kinder der Samtgemeinde keine Schulen in Lüneburg mehr besuchen dürften. „Wir sollten uns mehr als Region sehen und nicht als Landkreis oder als Samtgemeinde – gerade vor dem Hinblick des demografischen Wandels. Junge Familien ziehen nicht zu uns, wenn die Schulbezirke so eng gefasst sind“, betonte Léonard Hyfing (FDP) die Nachteile durch die neue Strukturierung für Bevensen-Ebstorf als Wohnstandort und machte angesichts der 68 Schüler, die heute Schulen außerhalb der Samtgemeinde besuchen, einen weitergehenden Vorschlag: „Man könnte sogar überlegen, ob man die Schulbezirke nicht ganz aufhebt. Dann werden wir sehen, welche Schulen angenommen werden.“

Bis zum 31. Januar ist Bevensen-Ebstorf nach einer Fristverlängerung nun aufgefordert, eine Stellungnahme zur Neuordnung der Schulbezirke, die zum Schuljahresbeginn 2014/2015 in Kraft treten soll, abzugeben. Um die Frist einzuhalten, müsste die Stellungnahme per Umlaufverfahren vom Samtgemeindeausschuss abgesegnet werden. Denn das Gremium tagt offiziell erst wieder am 13. Februar. Diese Stellungnahme soll dann wiederum in die Diskussion des Kreis-Schulausschusses am 17. Februar einfließen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare