Nicht ohne Regenschirm

Osterlämmer als kleines Geschenk: Diese zwei Kurgäste suchen noch ein Ostermitbringsel aus Bad Bevensen für zu Hause.

Bad Bevensen - Von Barbara Kaiser. Die Levkojen am Gärtnerei-Stand dufteten verführerisch und fast den Frühling herbei. Und als es vom Autoscooter dröhnte „Paradieso unterm Sternenzelt…“, stieg die Laune gleich ein bisschen höher. Bad Bevensen hatte für den gestrigen Palmsonntag verkaufsoffen ausgerufen und zahlreich strömten die Gäste in die Stadt. Sie umkurvten das große Loch am Kirchplatz mit Gelassenheit, ließen sich auf der Brückenstraße durch Bauzäune zusammendrängeln – und verloren den Humor offenbar nicht.

Die Frage nach den einstmals schönen Platanen dort, gestellt von zwei weiblichen Kurgästen aus Remscheid und Erlangen, die noch ein Osteraccessoire erstehen wollten für die Lieben daheim, musste auch für dieses Mal unbeantwortet bleiben …

Er sei sich sicher, dass (fast) alle Geschäfte in der Innenstadt mitmachen, sagte Siegfried Tippel von der Werbegemeinschaft und hatte offenbar Recht. Vor seinem Möbelhaus machten sich einige Leute mit dem Elektrofahrrad bekannt und fanden es gar nicht schlecht, nicht mehr so viel Strampelkraft aufwenden zu müssen.

Drinnen gab es Leckereien von Milchschaum bis Rohkostsalat, produziert von einer Allround-Küchenmaschine. Bei den Pflanzen hatte man die Wahl zwischen blühenden Dekorationen, weil Strom und Bäche zwar vom Eise befreit sind, aber Narzissen und Tulpen bei zehn Grad Außentemperatur eben noch ein wenig auf sich warten lassen, oder einem Topf Rosmarin fürs Osterlamm und so. Die Kurstadt bummelte. Hier ein Kaffee zum Mitnehmen, dort nach einem farbenfrohen Outfit geguckt. Hier ein „Hallo!“ über die Straße, ein Eis oder ein Stück Torte. Bis zu Herrn Neptun im Kurpark schlängelten sich die Neugierigen. Den Regenschirm fest im Griff. Denn auch dieses Mal galt für die Kurstadt: Bei solchen Ereignissen klappt die Absprache mit dem Wettergott immer noch nicht reibungslos.

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