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Neustart für den Bevenser Kulturverein

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Jan Brötzmann mit Scheinwerfer.
Jan Brötzmann zeichnet für das neue Programm des Bevenser Kulturvereins verantwortlich. © Sternitzke, Gerhard

Neustart für den Bevenser Kulturverein: Nach der Beinahe-Auflösung aufgrund immer weiter sinkender Abozahlen hatte sich die Mitgliederversammlung entschlossen, es noch einmal mit einem neuen Konzept zu versuchen (AZ berichtete). Das liegt jetzt in den Grundzügen vor. Verantwortlich dafür zeichnen die Veranstaltungsprofis der Bad Bevensen Marketing (BBM).

Bad Bevensen – „Es ist viel zu schade, den Kulturverein einschlafen zu lassen“, sagt Jan Brötzmann, der das Kunststück vollbringen muss, als Teil des BBM-Veranstaltungsteams gleichzeitig das Profil des Kulturvereins zu schärfen. Oft genug wurden dessen Veranstaltungen, die ebenfalls über die Bühne des Kurhauses gehen, nicht mehr als ein eigenes Angebot wahrgenommen.

Dabei hatte der Verein schon in der Vergangenheit echte Kassenschlager im Programm – wie die Neujahrs- und Pfingstkonzerte des Wendland-Sinfonieorchesters oder die Stücke des Berliner Kriminaltheaters, das gerade wieder 250 Besucher ins Kurhaus lockte. „Das kann sich sehen lassen“, findet Brötzmann, und deshalb werden diese Termine auch im nächsten Kalender des Kulturvereins stehen.

Teil des Neustarts war eine Befragung der Bevenser, welche Wünsche sie fürs Programm haben. Die Reaktion war bescheiden. Nur drei Interessierte meldeten sich zu Wort. Die Programmmacher ließen sich nicht entmutigen. Was sie planen, da hält sich Brötzmann noch bedeckt. „Wir wollen uns aber in Richtung Weltmusik öffnen“, verrät der Programmdirektor. „Bei der Klassik sind wir mit den beiden Konzerten schon gut aufgestellt.“ Ende Oktober, Anfang November soll das Programm fürs kommende Jahr öffentlich gemacht werden.

Große Sprünge kann der Verein auf Basis der Mitgliederbeiträge sowie der Förderung von Stadt und Land nicht machen. Deshalb sollen Mitglieder und Interessierte von mindestens sechs Ausflugsfahren zu den Theatern in Uelzen, Lüneburg und Hamburg profitieren. Brötzmann plant zudem als neues Angebot drei- bis viermal im Jahr einen Kulturtreff im Kurhaus, bei dem sich Mitglieder und Interessierte bei Kaffee und Kuchen einbringen können und Informationen im Bereich Theater erhalten.

Während das kaum noch nachgefragte Abomodell aufgegeben wird, sollen die Mitglieder von deutlich vergünstigten Ticketpreisen und kostenlosem Transport bei den Theaterfahrten profitieren. Das Angebot des Kulturvereins soll sowohl im Programm als auch auf Werbebannern deutlicher gekennzeichnet werden. Zudem ist eine eigene Internetseite geplant.

Schon die Ankündigung des Neustarts hat dem Verein bereits neue Mitglieder beschert. Derzeit sind es 67.

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