Ein Jurist hat’s in der Hand

Neuland-Gläubiger überlassen Entscheidung Insolvenzverwalter

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Der Neuland-Standort in Bad Bevensen ist insolvent – seine Gläubiger überlassen eine Entscheidung über das weitere Vorgehen allein dem Insolvenzverwalter.

Bad Bevensen/Uelzen. Das Schicksal der insolventen Neuland-Produktvermarktung in Bad Bevensen liegt nun ganz allein in den Händen von Insolvenzverwalter Johannes Zimmermann.

Der Anwalt hat am Mittwoch bei der Gläubigerversammlung im Uelzener Amtsgericht eine klare Botschaft von den Anwesenden bekommen: Er soll so schnell wie möglich eine Lösung für die Neuland-Vermarktung in der Kurstadt finden. So schildert es Bastian Ehrhardt, Aufsichtsratsvorsitzender der finanziell angeschlagenen Bad Bevenser Vermarktungsgesellschaft. Die AZ konnte Johannes Zimmermann gestern für eine Stellungnahme nicht erreichen.

Auf die Bildung eines Gläubigerausschusses verzichteten die Gläubiger ebenso wie auf einen Vorratsbeschluss, den der Insolvenzverwalter gern gehabt hätte. Schließlich liegen zwei Konzepte von Interessenten vor, die den Neuland-Betrieb in der Kurstadt weiterführen wollen. Doch die Gläubiger überlassen Zimmermann die Entscheidung. Damit es schnell gehe, so Ehrhardt. Und Eile sei durchaus geboten, denn die Landwirte müssten Klarheit haben, ob sie auch weiterhin Tiere an Neuland liefern können oder ob zum Jahresende Schluss in Bad Bevensen sei. Vor allem für Ferkelerzeuger sei eine schnelle Entscheidung wichtig, sagt Ehrhardt: „Die Ferkel wachsen und wachsen, außerdem will kein konventioneller Betrieb Tiere mit Ringelschwänzen haben. Die Erzeuger drehen fast durch.“

Der Betrieb im Bad Bevenser Neuland-Standort läuft unterdessen weiter. „Das Weihnachtsgeschäft ist gesichert“, sagt Bastian Ehrhardt. Und nächste Woche, vermutet er, werde dann wohl endgültig eine Entscheidung vorliegen, wie es dort weiter gehen soll. Und ob es weitergehen soll.

Von Ines Bräutigam

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