Ehemaliger Geschäftsführer und Bevenser Unternehmen einigen sich vor Arbeitsgericht Lüneburg

Neuland: Erstes Verfahren beendet

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Im Juli wurden die Geschäftsräume von Thomas S. in Bad Bevensen durchsucht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg dauern noch an.

Bad Bevensen/Lüneburg. Die Neuland GmbH Produktvermarktung und deren ehemaliger Geschäftsführer haben sich vor dem Lüneburger Arbeitsgericht auf einen Vergleich geeinigt. Im September hatte das Unternehmen mit Sitz in Bad Bevensen Thomas S. fristlos entlassen.

Als Grund gab der Vorstand an: Das Vertrauensverhältnis zwischen dem Verein und dem Geschäftsführer sei nach dem Fleischskandal im Frühjahr, bei dem über Monate konventionell erzeugtes Hähnchenfleich unter dem Neuland-Gütesiegel über Bad Bevensen nach ganz Norddeutschland vertrieben wurde, zerstört – eine Argumentation, die Thomas S. nicht auf sich beruhen lassen wollte. Er reichte Klage ein.

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Nachdem der Gütetermin am Lüneburger Arbeitsgericht mehrmals verschoben wurde, einigten sich beide Parteien des Rechtsstreits jetzt auf einen Vergleich: Statt der ausgesprochenen außerordentlichen Kündigung, die für Strauß unter anderem finanzielle Einbußen bedeuten könnte, greift nun eine ordentliche. Thomas S. wird bis zum 31. Dezember freigestellt und erhält 17 000 Euro Abfindung, informiert Bettina Rönnau, Pressesprecherin des Lüneburger Arbeitsgerichts, gestern auf AZ-Nachfrage. [...]

Von Wiebke Brütt

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