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Marvin Großkrüger richtet Testzentrum in Bad Bevensen ein

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Corona-Abstrich
Ein Testzentrum geht am 3. Dezember im Bevenser Wandelgang an den Start. Das Foto aus dem Frühjahr zeigt eine Testung im Container am Lidl. © Sternitzke, Gerhard

3G, 2G und nun 2G-plus: Abkürzungen, die vor einem Jahr noch gar nicht bekannt waren, haben heute große Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Ungeimpfte dürfen ihren Arbeitsplatz nur mit einem aktuellen Test betreten. Seit gestern gilt 2G-plus, das heißt, auch vollständig Geimpfte und Genesene brauchen zusätzlich einen Test, um essen zu gehen, in der Therme zu baden, eine Veranstaltung im Kurhaus zu besuchen oder in einem Hotel zu übernachten. Die Stadt Bad Bevensen und die Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) waren deshalb bemüht, wieder ein Testzentrum in der Kurstadt zu bekommen.

Bad Bevensen – Jetzt steht fest: Marvin Großkrüger, der bereits in Uelzen im großen Stil mit solchen Testzentren aktiv ist, schafft ein solches Angebot. Am Freitag um 8 Uhr geht es im Wandelgang los. Heute wird die Test-Strecke eingerichtet, die vom Impfzentrum räumlich getrennt ist. Großkrüger, von Beruf Physiotherapeut und Osteopath, hat in Uelzen in kürzester Zeit Testzentren an der Gudesstraße, am Badue sowie den Drive-in auf dem Albrecht-Thaer-Gelände geschaffen. Ein weiteres soll im Lauf der nächsten Woche in Wrestedt entstehen – eine logistische Kraftanstrengung.

30 neue Mitarbeiter in dieser Woche

„Letzte Woche habe ich 50 Mitarbeiter eingestellt, diese Woche werden es noch einmal 30 Kräfte“, berichtet der Uelzener Unternehmer. „Wir versuchen, die Kapazitäten zu erhöhen. Das wird von der Politik entschieden, und wir müssen das irgendwie umsetzen“, sagt er. Dabei geht es auch um die Beschaffung der nötigen Schnelltests, die jetzt massiv im Preis gestiegen sind.

Das Testzentrum im Bevenser Wandelgang wird an sieben Tagen in der Woche von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. So können sich auch die Gäste der Jod-Sole-Therme und der Veranstaltungen im Kurhaus direkt nebenan aktuell testen lassen. Jeweils drei Mitarbeiter, einer zum Registrieren der Bürger und zwei Tester, sollen dort in zwei Schichten tätig sein. Sie wurden zuvor von einem Arzt geschult.

Sorgen vor schmerzhaften Prozeduren nimmt Großkrüger den Menschen: „Wir machen die Testung im vorderen Nasenbereich“, betont der Unternehmer.

Abstriche im Drei-Minuten-Takt in der Ratsapotheke

Die Bevenser Ratsapotheke führt derzeit durchschnittlich 200 Tests am Tag durch. Ein Apotheker und eine Pharmazeutisch-technische Angestellte führen die Abstriche im Drei-Minuten-Takt in einem Raum mit getrenntem Zugang durch. Der eine oder andere Bürger geht dabei leer aus, wenn alle Termine vergeben sind.

„In der Apotheke laufen die Telefone heiß. Die Tests sind sehr gefragt von Berufstätigen, die die Tests brauchen, um zur Arbeit zu gehen“, erzählt Apotheker Ingo Apel. Aus der gesamten Umgebung von Bad Bevensen bis aus Lüneburg kommen die Nutzer, die hier einen festen Termin ohne Anstehen buchen können. Dabei lässt auch der eine oder andere Impfkritiker seinen Frust raus.

Apel betrieb bis in den Sommer das Testzentrum im Wandelgang. Nach dem Ende der kostenlosen Bürgertests musste er sich von dem Personal trennen. Neues zu finden, ist schwierig, zumal er als Apotheker nur Fachpersonal einsetzen darf. Zudem standen die Bäder-Mitarbeiter der Samtgemeinde diesmal nicht zur Verfügung. Eine Neuauflage kam für ihn deshalb nicht infrage.

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