Per Audioguide durchs grüne Herz

Neues barrierefreies Leitsystem für Bad Bevenser Kurpark geplant

Die Sonnenfalle im Bevenser Kurpark
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Auch an der Sonnenfalle könnte in Zukunft eine der Infotafeln für den analogen und digitalen Erlebnispfad stehen.
  • Lars Lohmann
    VonLars Lohmann
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Der Kurpark ist das grüne Herz Bad Bevensens. Damit dieses besser entdeckt werden kann, wird das Gelände jetzt mit einem analogen und digitalen Erlebnispfad ausgestattet. Das Ganze soll zudem barrierefrei sein

„Bislang konnten Informationen und Geschichten über die Entstehung des Kurparks sowie Pflanzen und Bäume nur über Führungen vermittelt werden“, sagt Ines Utecht, Marketingleiterin der Bad Bevensen Marketing GmbH. Mit dem neuen Leit-und Informationssystem kann der Kurpark mit seinen besonderen Pflanzen wie dem Taschentuchbaum oder dem Kuchenbaum jetzt selbstständig erkundet werden. Möglich machen sollen dies ein Audioguide sowie Info-Tafeln an ausgewählten Standorten wie etwa der Sonnenfalle oder dem Wassertretbecken in der Ilmenau. Alle Infotafeln werden mit Blindenschrift versehen und erhalten außerdem einen QR-Code, der mit einer App, die auch den Audioguide steuert, eingelesen werden kann. Dann werden Podcasts, kurze Filme oder Geschichten passend zum Standort abgespielt. Außerdem sollen Augmented Reality Elemente zum Beispiel in 3D zum Einsatz kommen. „Es kann gut sein, dass einem dabei auch Hans-Herrmann das Eichhörnchen über den Weg läuft“, sagt Ines Utecht.

Das Ziel: Alle Menschen mit oder ohne Behinderung sollen den Kurpark auf eine neue und spannende Art entdecken. Da alle Informationstafeln über eine Storyline miteinander verbunden sind. „Eine solche Beschilderung hat im Kurpark seit Jahren gefehlt“, meint Ines Utecht. Genutzt werden soll das System von allen Altersgruppen. So könnte sich die Marketingleiterin auch vorstellen, dass Schulklassen die App einsetzten, da sie auch mit Rätseln und Aufgaben versehen werden könnte. Außerdem sei es denkbar, Natur- und Umweltbildung auf spielerische Art und Weise zu vermitteln.

Rund 87 000 Euro kostet das neue Leit- und Informationssystem. Knapp 80 Prozent werden über Fördermittel der Leader Region Heideregion Uelzen finanziert. Das neue System soll dann voraussichtlich im September 2022 im Kurpark in Betrieb gehen. Die Arbeiten an dem Projekt haben bereits begonnen.

Dabei müssen sich die Einsatzmöglichkeiten der App in Zukunft nicht unbedingt auf die Erlebnisstationen im Kurpark beschränken. Es bieten sich laut Ines Utecht andere Einsatzmöglichkeiten an. Die Technik sei ohne weiteres auf andere Projekte übertragbar. So wäre es etwa in einem nächsten Schritt denkbar Wanderwege mit Gesundheits-Hotspots und Besinnungsstationen in Bad Bevensen und Umgebung einzurichten.

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