Autor Gerhard Henschel liest in Bevenser Buchhandlung

Neuer Regionalroman: „Soko Heidefleisch“ erscheint im Frühjahr

+
Autor und Satiriker Gerhard Henschel stellte seinen Regionalkrimi „Soko Heidefleisch“ vor.

Bad Bevensen – Buchhändler Detlef Patz kommt darin vor, ebenso der Uelzener Anzeiger, die Jod-Sole-Therme, die Fritz-Reuter-Schule, das Vereinsheim des BSV, der DRK-Waldkindergarten, Nixengrund, Sängershöh, Kloster Medingen und viel Heimisches mehr.

Autor und Satiriker Gerhard Henschel stellte in dieser Woche seinen bisher unveröffentlichten Regionalkrimi „Soko Heidefleisch“ vor. Er wohnt inzwischen in Medingen und hatte jetzt in der Buchhandlung Patz ein großes Publikum.

Im nächsten Frühjahr wird der Roman erscheinen. Zum Inhalt: Ein Unbekannter möchte dem Genre Regionalkrimi ein Ende setzen. Der Mord vom Schriftsteller Armin Breddeloh, der in Bad Bevensen aus seinem neuen Kriminalroman „Heidefieber“ liest, ist der Auftakt einer ganzen Mordserie. Hauptkommissar Gerold Gerold und Oberkommissarin Ute Fischer nehmen die Ermittlungen auf. Ein Forstrat und eine Lehrerin aus Klein Bünstorf haben die Leiche entdeckt und mobiltelefonisch die Polizei verständigt. Ein menschlicher Augapfel wird gefunden, etwas weiter noch einer. Und der wird gerade von zwei Würmern belutscht ...

Henschel liebt es detailfreudig und präzise. Manchmal schreibt er blumig, schwärmerisch, fabulierend, fantasievoll.

Doch die Mehrdeutigkeit blitzt immer wieder auf, satirisch, ironisch, verzerrt, spöttisch. Unglaublich intensiv. Das mag möglicherweise daran liegen, dass der Autor selber die spannenden Textteile vorträgt.

Das Publikum lauscht, kichert, lacht, hängt dem sprechtechnisch vortrefflich Lesenden an den Lippen. Auch schon, bevor und nachdem er zum Manuskript griff. Da amüsierte er mit scheußlichsten Exemplaren aus Brechstangenversen, zungenbrecherischen Gedichten – auch auf Englisch – und weiteren Beispielen aus eigenen und anderen, von ihm geschätzten Büchern wie etwa „Niveau ist keine Hautcreme“ oder ein Buch, in dem es auch um das umstrittene Tor von Wembley 1966 geht.

Und ganz zum Schluss wurde es gar musikalisch mit dem von Henschel selbst getexteten Song „Mach doch bitte eine zweite Kasse auf“, vertont von Christian Bruhn.

VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare