Neue Uferlandschaft wächst

Eine Pergola samt Uferlandschaft wird zurzeit im Bad Bevenser Kurpark geschaffen – der vorhandene Teich wird erweitert, in Kürze werden die Fundamente für das 80 Meter lange geschwungene Holzkonstrukt gegossen. Foto: Ph. Schulze

Bad Bevensen. Die Bagger sind im Bevenser Kurpark angerückt, um eines der größten Projekte in den vergangenen Jahren Wirklichkeit werden zu lassen: In den kommenden Wochen wird nahe des Rhododendron-Gartens eine etwa 80 Meter lange, geschwungene und in sich gedrehte Pergola entstehen. Sie ist, wie berichtet, eingebettet in ein Gesamtprojekt, das zwei weitere Bereiche des Kurparks betrifft: Neben der Pergola soll nämlich auch das Lichtkonzept im Kurpark komplett erneuert und eine so genannte Sonnenfalle gebaut werden.

Wo zurzeit die Baggerschaufeln das Ufer des vorhandenen Teiches aufreißen, um die Wasserfläche zu vergrößern, soll in Kürze eine völlig neu gestaltete Uferlandschaft samt Terrassen, Holzdecks und Sitznischen die Aufenthaltsqualität im Kurpark massiv aufwerten. Fest installierte Holzliegen und -sessel, eine neue Bepflanzung und Wege gehören ebenfalls zu dem Bereich. Die Erdarbeiten sind bereits abgeschlossen, an der Terrassenseite des Teiches wurde schon eine Holzspundwand in den Boden gerammt. Demnächst werden dann die Fundamente für die Pergola gegossen.

Rund 678 000 Euro wird das Holzkonstrukt samt Umfeld kosten, 75 Prozent davon werden aus EU-Mitteln gefördert. Voraussichtlich bis Ende Juni werden die Bauarbeiten bis auf einige Beleuchtungseinheiten und Abdeckungen der Pergola abgeschlossen sein. Im Sommer dann wird die neue Anlage zu genießen sein.

Während die Sonnenfalle – ein Glasgebäude mit darum gruppierten Aufenthaltsbereichen und einer Wärme speichernden Mauer – erst im kommenden Jahr gebaut werden soll, wird das neue Lichtkonzept gemeinsam mit der Pergola in diesem Jahr umgesetzt. Die Lampen werden nicht nur allesamt ausgetauscht, sondern auch neu angeordnet. Einzelne Bereiche, einzelne Bäume des Parks werden angestrahlt und eine ansprechende Atmosphäre schaffen. Sowohl die Kruschendammbrücke als auch die Göhrdebrücke werden ganz speziell in Szene gesetzt, indem das Wasser der Ilmenau in diesen Bereichen besonders illuminiert wird.

Damit der Kurpark allerdings nicht den ganzen Sommer über zur Baustelle wird, soll das Lichtkonzept erst im Herbst in Angriff genommen werden. 430 000 Euro wird es voraussichtlich kosten, während die Sonnenfalle mit etwa 950 000 Euro zu Buche schlagen wird. Beides wird aber ebenfalls zu 75 Prozent aus EU-Töpfen gefördert.

Von Ines Bräutigam

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