Sechs Stromer können demnächst auf dem Göhrdeparkplatz tanken

Neue Ladesäulen für Elektroautos in Bad Bevensen

Verpackte Ladesäulen auf dem Göhrde-Parkplatz.
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Drei Ladesäulen für insgesamt sechs Elektrofahrzeuge stehen jetzt auf dem Bevenser Göhrdeparkplatz. Weitere sollen vor dem Kurhaus, am Bahnhof und in der Innenstadt folgen.

Drei Ladesäulen für sechs Elektrofahrzeuge wurden jetzt auf dem Bevenser Göhrdeparkplatz aufgestellt. Sie sollen in Kürze freigegeben werden.

Bad Bevensen – Die Zahl der Elektroautos steigt, auch dank satter Förderprämien von bis zu 9000 Euro. Doch wo tankt der klimaneutrale Autofahrer, wenn der Wagen nicht am heimischen Stromanschluss parkt? Der Verein Bürgerbus Bad Bevensen, der mit seinem heide-violetten Elektrofahrzeug einen Linienverkehr in der Kurstadt anbietet, hat da seine eigenen Erfahrungen gemacht. Demnächst gibt es aber Lademöglichkeiten auf dem Göhrdeparkplatz.

„Die Ladesituation ist katastrophal“, berichtete Vereinssprecher Uwe Zeschke noch vor Kurzem. Der Stromanschluss in der von den Vereinsmitgliedern errichteten Garage war noch nicht fertig. Wenn die Zapfsäule der Tankstelle im Gewerbegebiet nicht zur Verfügung stand, mussten die Fahrer die Mycity-Ladesäulen in Molzen oder an der Aral-Tankstelle im Norden von Uelzen, im Volksmund als Blaue Lagune bekannt, ansteuern.

120 Kilometer Reichweite hat der Nissan-Bus, da geht die Ladeanzeige schon mal gefährlich in Richtung null. Inzwischen können die ehrenamtlichen Fahrer aufatmen, wie Zeschke gestern berichtet. Der Stromanschluss am Bus-Standort in der Lindenstraße ist fertig. Dort wird der Bus jeweils in der Mittagspause und über Nacht geladen.

Doch auch für andere Besitzer von Elektrofahrzeugen gibt es bald neue Möglichkeiten, in Bad Bevensen Strom zu tanken. Deutlich später als geplant sind auf dem Göhrdeparkplatz drei Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten aufgebaut worden, so dass insgesamt sechs Fahrzeuge gleichzeitig angeschlossen werden können.

„Sie sind betriebsbereit, aber noch nicht öffentlich zugänglich, weil es noch Probleme mit dem Bezahlsystem gibt“, berichtet Bauamtsleiter Roland Klewwe auf AZ-Nachfrage. Auch die Freigabe durch den Energieversorger ist noch offen. „Es kann sich aber nur noch um Tage handeln.“

Die Stadt hat 33 500 Euro in die Ladesäulen investiert. 90 Prozent davon werden aus der Kommunalen Klimaschutzgesellschaft Uelzen bezuschusst, die von der Celle-Uelzen-Netz (SVO) und den Kommunen finanziert wird.

Bei den Ladesäulen handelt es sich um sogenannte Normalladepunkte mit einer Leistung von 22 Kilowatt. Das heißt, eine Ladung dauert deutlich länger als etwa an den Schnellladesäulen der Uelzener Stadtwerke Mycity. Man geht davon aus, dass die Menschen ihr Auto für einen Stadtbummel oder ein Bad in der Therme eine gewisse Zeit stehen lassen, erläutert der Bauamtsleiter. Der Strom – 0,62 Cent je Kilowattstunde – wird per Giro-e mit der normalen Girokarte bezahlt.

„Weitere Ladestellen sind geplant“, kündigt Klewwe an. Standorte sind am Kurhaus, am Bahnhof und in der Innenstadt vorgesehen. Dafür stehen die notwendigen Mittel aus einem Gesamtansatz von 50 000 Euro zur Verfügung. „Die Nachfrage ist groß“, weiß der Bauamtsleiter. Bei der Neugestaltung des Göhrdeparkplatzes mit insgesamt 222 Stellplätzen sind vorsorglich Leerrohre verlegt worden, so dass dort weitere Ladesäulen möglich sind.

In Uelzen haben die Stadtwerke Mycity bereits zehn Schnellladesäulen aufgestellt (AZ berichtete). Damit verfüge die Hansestadt über eines der dichtesten Schnelllade-netze deutschlandweit.

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