Bevensen will zum kommenden Kindergartenjahr drei neue Gruppen einrichten

Neue Kita startet im Container

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Mit Neubauten kennt sich der Bevenser Nachwuchs aus. Erst im vorigen Jahr erhielt die Evangelische Kita Röntgenstraße einen Anbau in Holzbauweise.

Bad Bevensen – Die Zeit drängt. Die Bevenser Kindertagesstätten platzen aus allen Nähten, nachdem die Anmeldezahlen unerwartet stark gestiegen sind (AZ berichtete).

Laut Bürgermeister Martin Feller fehlen aktuell im Evangelischen Kita-Zentrum Röntgenstraße und dem DRK-Waldkindergarten zusammen 40 Kindergartenplätze sowie 18 Krippenplätze. Nun hat der Verwaltungsausschuss der Kurstadt auf Antrag von SPD und Wählergemeinschaft Bad Bevensen (WBB) Nägel mit Köpfen gemacht, um möglichst schnell eine neue Kita einzurichten.

„Wir stehen unheimlich unter Druck“, sagt Feller. Drei neue Gruppen – zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe – sollen möglichst noch zum neuen Kindergartenjahr entstehen. Überall im Kreisgebiet stehen die Kommunen in der Pflicht, in Rekordzeit neue Kitas oder Anbauten zu schaffen, doch in Bad Bevensen ist es jetzt besonders eng.

„Wir brauchen möglichst schnell die Plätze. Dazu werden wir temporär Container aufstellen“, kündigt der Bürgermeister an. Aufgestellt werden könnten sie etwa an der Bevenser Waldschule. Ob das pünktlich zum neuen Kindergartenjahr geht, ist noch unklar.

Die Stadt will das neue Angebot nicht selbst umsetzen, sondern hat gestern sieben freie Träger aus der Region angeschrieben. Der neue Betreiber soll die Container aufstellen, die neue Kita bauen und betreiben. Er kann, muss das aber nicht auf einem eigenen Grundstück realisieren. Bis 5. April sollen die Angebote abgegeben werden. Am 15. Mai will die Stadt die Entscheidung über den Betreiber treffen. Mit der Fertigstellung des Kita-Gebäudes rechnet Feller Ende 2020.

SPD und WBB drängen seit Längerem darauf, einen Betreiber für eine neue Kita zu suchen. Noch im vorigen Jahr hatte das Kita-Zentrum Röntgenstraße allerdings 23 freie Plätze. Durch die gestiegenen Anmeldezahlen erhielten die Anträge eine neue Aktualität. Die Beitragsfreiheit, der Trend zur Ganztagsbetreuung, der flexible Schuleintritt der Kann-Kinder sowie Neubürger aus den Baugebieten werden für den Boom verantwortlich gemacht.

Der Vorschlag von WBB-Ratsfrau Linda Czerwinski, in der Kurstadt auch eine vor- und nachschulische Betreuung einzurichten, wurde in den Ausschuss für Familie und Jugend verwiesen, denn für eine Hortbetreuung müsste die Kita unter anderem mit zusätzlichem Mobiliar ausgestattet werden, erläutert Feller.

VON GERHARD STERNITZKE

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