Kreutz: „Mir tun die Mitarbeiter leid“

Neue Corona-Einschränkungen treffen wieder Bad Bevensen

BBM-Chef Gerhard Kreutz am Kurhaus: Alle Veranstaltungen für November sind abgesagt.
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BBM-Chef Gerhard Kreutz am Kurhaus: Alle Veranstaltungen für November sind abgesagt.

Bad Bevensen – Einen Sommer lang herrschte fast so etwas wie Normalität in diesem Corona-Jahr.

Jetzt erreichen die Infektionszahlen Tag für Tag Rekordwerte, und seit der Konferenz von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten ist klar, dass ab Montag wieder schwerwiegende Einschränkungen gelten. Einen Monat lang wird das öffentliche Leben heruntergefahren. Das trifft Bad Bevensen besonders hart.

Gestern gab die Bad Bevensen Marketing (BBM) bekannt, dass alle Veranstaltungstermine im November –sowohl Konzerte als auch Führungen und Gesundheitsangebote – abgesagt sind. Die Mitarbeiter sind nun mit Absagen, Rückabwicklung von Tickets sowie neuen Planungen beschäftigt. Inlandstourismus ist untersagt und die Gaststätten in der Kurstadt müssen schließen. Positiv aus Sicht von BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz: Die Kanzlerin hat angekündigt, dass 75 Prozent der Einnahmeausfälle ersetzt werden sollen. „Welche Betriebe überleben, werden wir Anfang des Jahres sehen“, meint Kreutz. „Mir tun die Mitarbeiter leid, die kein Trinkgeld mehr, nur noch Kurzarbeitergeld bekommen. Sie sind die, die das ausbaden müssen.“

Auch die Therme schließt am Montag. 60 Mitarbeiter werden in Kurzarbeit geschickt. Die Technik läuft derweil weiter. „Wenn wir die Filter nicht spülen, könnten wir im Dezember nicht wieder öffnen“, erklärt Geschäftsführer Torsten Krier. Nur die Temperatur wird etwas heruntergefahren.

Die Stadt hat wieder einen Krisenstab eingerichtet, berichtet Stadtdirektor Martin Feller. Der Ausfall des Gästebeitrags schlägt zusätzlich auf die gebeutelte Stadtkasse. Dennoch wiederholt Feller, dass der Deutschland-Tourismus langfristig von Corona profitiert.

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