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Bad Bevensen: Nein zum Mühlenkauf

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Von: Lars Lohmann

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Die Medinger Mühle
Die Stadt Bad Bevensen wird die Medinger Mühle nicht mehr kaufen. Der Rat sprach sich jetzt dagegen aus. © Sternitzke

Der Kauf der Medinger Mühle durch die Stadt Bad Bevensen ist vorerst vom Tisch. Mit 16 Stimmen von CDU, SPD und FDP bei einer Enthaltung von Dr. Sinan Augustin (FDP) und acht Nein-Stimmen von Grünen und BfB hat der Stadtrat auf seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen, den Kauf nicht zu realisieren.

Bad Bevensen/Medingen - Das Hauptargument für die Befürworter eines Kaufverzichts waren unkalkulierbare finanzielle Risiken, die sich die Stadt mit einem Kauf aufhalsen würde. „Aus meiner Sicht ist es unverantwortlich, einen Kauf zu unterstützen, wenn das finanzielle Risiko nicht klar ist“, erklärte Andreas Czerwinski (CDU). Er wünsche sich auch eine Entwicklung der Mühle. Um diese voranzutreiben, müsse die Stadt aber nicht Eigentümerin sein.

Zuvor hatte Stadtdirektor Martin Feller (Grüne) darauf hingewiesen, dass der vorige Rat mit breiter Mehrheit für den Kauf gestimmt habe. „Es hat keiner den Mühlenstandtort für die Landesgartenschau infrage gestellt“, sagte er. Bei der Vorstellung der Bewerbung im Landtag habe er jetzt darauf hinweisen müssen, dass der Kauf infrage gestellt und nach alternativen Standorten zur Realisierung der angedachten Projekte gesucht werde.

Zudem gebe es bei der Medinger Mühle ein komplexes Geflecht von unterschiedlichen Rechten – vom Umweltrecht bis zum Staurecht –, die am besten von der Stadt entwirrt und mit den Akteuren abgestimmt werden könnten. So seien neben der Stadt auch der Kreis und das Land an Plänen beteiligt, die Durchgängigkeit der Ilmenau wieder herzustellen. Es gebe Investoren, die an dem Grundstück interessiert seien. Den Vorwurf aus den Reihen von CDU, FDP und SPD, den Rat darüber nicht genügend zu informieren, wies Feller zurück: „Ich bin seit 25 Jahren in der Kommunalpolitik. Wir geben mehr Informationen, als es vorher üblich war.“

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