Aufräumen im Bad Bevenser Parkhotel: Dach wurde gesichert

Nach dem Großbrand

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Handwerker im Einsatz: Das ausgebrannte Dachgeschoss soll vor zusätzlichem Wasser geschützt werden.

Bad Bevensen. „Meine Gedanken gehen jetzt erst einmal nach vorne. Das, was geschehen ist, können wir ohnehin nicht mehr ändern“, erklärt Michael Schwarz. In der Nacht zu Dienstag hat ein Großbrand das gesamte Obergeschoss des 31-Betten-Hotels des Kreis-Dehoga-Chefs zerstört.

Ein Gast kam in den Flammen ums Leben (die AZ berichtete).

Nach dem Brand sammelt Schwarz die Scherben der Unglücksnacht zusammen: nach der Evakuierung zurückgelassene Gepäckstücke werden in den Garten gebracht, gebuchte Reisen storniert oder Zimmer umgebucht, Versicherungsfragen geklärt. Im Minutentakt klingelt das Handy des Parkhotel-Inhabers. Auf der anderen Seite des Hauses machen sich Handwerker an dem ausgebrannten Dach zu schaffen. „Das Dach muss gesichert werden. Außerdem muss es abgedichtet werden, damit nicht noch mehr Wasser eindringen kann“, berichtet Michael Schwarz auf Nachfrage der AZ. Große Teile der Zimmer sowie das Restaurant und die Küche des Hotels in direkter Nähe der Jod-Sole-Therme sind durch das Löschwasser beschädigt worden. Etwa ein Dreivierteljahr werden die Sanierungsarbeiten des Hauses wohl dauern – am Morgen nach dem Brand hatte Schwarz noch mit einem halben Jahr gerechnet.

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Die Brandursache sei inzwischen geklärt, berichtet Schwarz. Offiziell möchte er zu dieser jedoch keine Stellung nehmen. Die Vermutungen von Hotelgästen, dass der defekte Akku eines Elektro-Fahrrads in der Nacht zum Dienstag explodiert sei und so das Feuer ausgelöst habe, werden von Polizeisprecher Kai Richter weder dementiert noch bestätigt. Er betont jedoch, dass die Elektronik des Hotels absolut in Ordnung gewesen sei. Die Ursache für das Feuer liege in einem externen Elektro-Gerät.

Mehr als 120 Feuerwehrleute aus dem Norden des Landkreises waren in der Nacht zu Dienstag zu dem Großbrand an der Alten Wiesenstraße ausgerückt. 15 der insgesamt 26 Hotelgäste mussten mit mobilen Leitern über Dach und Balkone aus dem brennenden Haus gerettet werden. Sie wurden anschließend auf umliegende andere Hotels verteilt. DRK und Notfallseelsorge kümmerten sich um die Brandschützer und die evakuierten Gäste.

Von Wiebke Brütt

Mehr zum Hotelbrand lesen Sie in der Freitagsausgabe der AZ.

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