Bunte „Best of Musical Star Night” unterhält im Kurhaus in Bad Bevensen

Musik-Leckerbissen aus 50 Jahren

Die Darsteller der „Best of Musical Star Night“ überzeugen im Bevenser Kurhaus zwei Stunden lang mit beeindruckenden Bühnenbildern und Choreographien. Klassiker wie „Ich war noch niemals in New York“ (rechts) gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie weniger bekannte Stücke aus „Hairspray“ oder „Chicago“. Fotos: Frels
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Die Darsteller der „Best of Musical Star Night“ überzeugen im Bevenser Kurhaus zwei Stunden lang mit beeindruckenden Bühnenbildern und Choreographien. 

Bad Bevensen. „Musicals Wanted“ war die aufwendig inszenierte Show überschrieben, mit der „World Wide Events“ im Januar 2013 in Bad Bevensen gastierte.

Nicht minder opulent ausgestattet war am Mittwochabend das neue Programm, in dem das Beste aus über 50 Musical-Jahren präsentiert wurde.

Klassiker wie „Ich war noch niemals in New York“ gehörten ebenso zum Repertoire wie weniger bekannte Stücke aus „Hairspray“ oder „Chicago“.

„Mary Poppins“ machte den Anfang mit dem Unsinnswort, mit dem umschrieben werden kann, was nicht zu beschreiben ist: supercalifragilisticexpialigetisch. „Träumen Sie!“ „Stellen Sie sich vor!“ Der Moderator des Abends sprach die Phantasie der Gäste im Saal an. Doch die brauchten sich gar nicht so sehr anzustrengen, denn die auf Vorhang und Bühnen-Rückwand projizierten Video-Einspieler entführten flugs in die Welt, in der die Musical-Sequenzen spielen. Wer kann denn schon zu „We will rock you“ und „We are the champions“ von Queen sitzenbleiben? Aber zum Fingerschnippen und rhythmischen Mitklatschen ausgelegt waren auch andere Passagen dieser Rundreise durch 22 alte und neuere Musicals.

Im weiteren Verlauf des Abends sangen und tanzten die Darsteller auf der Bühne unter anderem aus „Cats“, zeigten, wie die amerikanisierte Fassung von Romeo und Julia klingt („West Side Story“), ging „Elisabeth“ ans Gemüt mit „Ich gehör nur mir“. Immer wieder beeindruckend, wie sich Gesang, mimische Darstellung, gekonnte Choreographie und Bühnenbild zu einer hochwertigen Show ergänzten.

Stellenweise hätten einzelne Stimmen etwas besser ausgesteuert sein können, doch insgesamt ist es ein sicherlich schweißtreibendes Programm für die über zwei Stunden lang sich auf der Bühne verausgebenden Mitwirkenden. Doch es ist ebenso eine rundherum überzeugende und mit Wohlgefallen aufgenommene Revue für die Zuschauer vor der Bühne.

Hoch anzurechnen ist dem Ensemble, dass neben Ohrwürmern aus Erfolgsstücken wie „König der Löwen“, „Starlight-Express“ oder der Hommage an Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“ auch Lieder aus weniger oft gespielten Werken zu Gehör kamen („Jekyll & Hyde“, „Hairspray“, „Chicago“ und „Die Hexen von Oz“). Alles in allem: supercalifragilisticexpialigetisch.

„Ach, war schon schön, nich?“ sagte eine Besucherin beim Verlassen des Saales zur anderen. Und drückte damit aus, was die meisten empfunden haben, die kurz zuvor mit stehenden Ovationen das Bühnen-Team verabschiedet hatten.

Von Folkert Frels

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