Jetzt wird‘s teuer!

Motorrad-Poser rasen auf Hinterreifen durch Bad Bevensen - Zivilstreife schaut zu

Motorradfahrer mit Wheelie
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So sieht es aus, wenn ein Motorradfahrer nur auf dem Hinterreifen unterwegs ist. Mitten in Bad Bevensen wurden jetzt zwei solcher Poser auf frischer Tat dabei erwischt.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
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Vor den Augen einer zivilen Polizeistreife auf dem Hinterrad durch den fließenden Verkehr brettern? Das war keine gute Idee, wie zwei Motorradfahrer in Bad Bevensen feststellen durften. Ihr Posen hat nun Folgen.

Bad Bevensen – Was die „Arbeitsgrupppe Poser“ des Kriminalkommissariates Uelzen eigentlich als zweiten Teil der groß angelegten Kontrolle geplant hatte, entpuppte sich am Sonntag überraschend als Schwerpunkteinsatz in Bad Bevensen. Hier konnten zivile Kräfte Zweiradfahrer dingfest machen, die allerlei auf dem Kerbholz hatten, wie Polizeioberkommissar Sebastian Gruner, Leiter der Arbeitsgruppe, berichtete.

Zunächst fuhr den Beamten gegen 16.45 Uhr ein Roller vor die Nase, der offensichtlich viel zu laut war. Der Kontrolle jedoch versuchte sich der 36-Jährige im Bereich Hamburgisches Krankenhaus/An den Teichen zu entziehen – erfolglos.

Keine Versicherung, kein Führerschein - aber Drogen

Für den Fluchtversuch indes gab es gute Gründe: Das Kleinkraftrad war nicht versichert und zudem mit weit über 50 statt der erlaubten 25 Stundenkilometer unterwegs. Deshalb benötigte der Mann einen Führerschein – den er nicht besitzt. Dafür verlief ein Drogentest positiv auf THC und Amphetamine. Ihn erwarten entsprechende Verfahren.

Kaum war dieser Einsatz abgeschlossen, wurde es erneut in Bad Bevensen noch wilder: Hier erwischte eine Zivilstreife unweit des Kurpark-Parkplatzes zwei Motorrad-Poser dabei, wie sie nur auf dem Hinterrad durch den fließenden Verkehr rauschten. An der KGS wurden sie gestoppt.

„DB-Killer“ ausgebaut: Rückbau kostet zusätzliches Geld

Für eine der Maschinen erlosch die Betriebserlaubnis, die Weiterfahrt wurde untersagt. Der „DB-Killer“, ein Bauteil des Schalldämpfers, war ausgebaut worden, sodass es das Motorrad auf einen Geräuschpegel von 101 Dezibel brachte. Der Fahrer wird nun neben dem Bußgeld für den „Wheelie“ auch für die verbotene Manipulation an seinem Fahrzeug zur Kasse gebeten und muss den Rückbau bezahlen.

Laut Sebastian Gruner ist Bad Bevensen ein sehr beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer, die beispielsweise von der Elbe oder aus der Göhrde über reizvolle, kurvige Strecken zurück in den Landkreis Uelzen fahren. Insofern werden auch hier die Kontrollen weiter fortgesetzt.

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