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Freies Parken für Feuerwehrleute in Bevensen-Ebstorf? Arbeitsgruppe schlägt Maßnahmen vor

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Nachlöscharbeiten an einer abgebrannten Scheune in  Medingen.
Bei lang andauernden Einsätzen wie dem Scheunenbrand in Medingen vor einigen Jahren müssen die Feuerwehrleute auch mit Essen und Getränken versorgt werden. © AZ-Archiv

Wenn es brennt, dann löscht die Feuerwehr. Damit das auch in Zukunft so ist, braucht es Freiwillige, die sich in den Dienst des Nächsten stellen. In der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf gibt es da positive Nachrichten. Die Zahl der Aktiven ist zuletzt laut Samtgemeinde auf über 1300 Männer und Frauen gestiegen. Unter den 28 Neumitgliedern sind auch viele Neubürger und Quereinsteiger. Möglicherweise wirken sich dabei bereits erste Maßnahmen einer Arbeitsgruppe Mitgliedergewinnung und Motivation aus.

Bevensen-Ebstorf – So werden seit 2021 jedes Jahr alle 18-Jährigen zentral angeschrieben (AZ berichtete). Die Arbeitsgruppe aus Kommunalpolitikern, interessierten Feuerwehrleuten und dem Gemeindebrandmeister hat unter anderem vorgeschlagen, dass Aktive aus der ganzen Samtgemeinde – wie bereits in Bad Bevensen – kostenlos parken dürfen. Auch höhere und neue Aufwandsentschädigungen wurden diskutiert. Zudem soll eine Verpflegungseinheit für länger dauernde Einsätze gebildet werden.

 Alle Mittel, die helfen, Menschen für den aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr zu begeistern, sind gute Mittel“,

Katharina Schattat, Stabsstellenleiterin

„Wir stehen allen Vorschlägen der Arbeitsgruppe aufgeschlossen gegenüber. Alle Mittel, die helfen, Menschen für den aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr zu begeistern, sind gute Mittel“, findet Katharina Schattat, Leiterin der Stabsstelle Brandschutz und Großschadensereignisse im Bevenser Rathaus. Zahlen über die Nutzung der Parkausweise der Bevenser Feuerwehrleute liegen nicht vor. Der Einnahmeausfall wird auf 900 Euro geschätzt. Würden alle Feuerwehrleute in Bevensen-Ebstorf einbezogen, rechnet die Verwaltung mit mehr als einer Verdreifachung. Da sich die kostenpflichtigen Parkplätze in Bad Bevensen befinden, müsste der Stadtrat der Maßnahme zustimmen.

Höhere Aufwandsentschädigungen für mehr Funktionsträger

Mehr Geld soll es nach dem Vorschlag der Arbeitsgruppe für Ortsbrandmeister der Stützpunktwehren, die Gerätewarte insbesondere der Wehren mit Lkw und den Samtgemeindematerialwart und dessen Stellvertreter geben. Zusätzlich entschädigt werden sollen Ausbildungsgruppen, Gruppenführer und Atemschutzgerätewarte. „Das ist eine Anerkennung für das Ehrenamt“, ist Katharina Schattat überzeugt.

Gedanken hat sich die Arbeitsgruppe über Werbemaßnahmen gemacht. Neben den Briefen an die 18-Jährigen wurden Werbegeschenke, Hinweisschilder an den Gerätehäusern oder Lätze für Neugeborene vorgeschlagen. Besonders will man die Neubürger in den Baugebieten ansprechen. Wie viele neue Mitglieder durch die bisherigen Briefaktionen gewonnen wurden, ist nicht bekannt.

„Jedermann und -frau ist in unserer Freiwilligen Feuerwehr willkommen. Quereinsteiger reiferen Alters genauso wie junge Leute“, betont Stabsstellenleiterin Schattat. Geplant sind auch Arbeitsgruppen für den neuen Sanitäranhänger, anzuschaffende Drohnen und für Verpflegung. Die Feuerwehr Brockhöfe besitzt bereits einen Kühlanhänger und einen früheren Imbisswagen, der aufbereitet werden soll.

Verpflegung bei längeren Einsätzen

Gerade bei längeren Einsätzen wie Waldbränden oder dem Scheunenbrand in Medingen soll die Versorgung der Feuerwehrleute gewährleistet werden, erklärt Ortsbrandmeister und stellvertretender Gemeindebrandmeister Olaf Venske. „Es geht um alkoholfreie Getränke, die Flüssigkeit und Energie zuführen, um Apfelschorle, Isodrinks und Müsliriegel.“ Auch ein Grill ist vorhanden. Bis zu 100 Personen können versorgt werden.

Katharina Schattat erklärt dazu: „Die neuen Arbeitsgruppen zeigen, wie breitgefächert das Betätigungsfeld in der Feuerwehr ist – neben dem eigentlichen Einsatzgeschehen. Das motiviert auch.“

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