Niels Tümmler ist seit Jahresanfang neuer Leiter des Bad Bevenser Jugendzentrums

„Die Möglichkeiten vor Ort sind enorm“

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Niels Tümmler ist neuer Leiter im Bad Bevenser Jugendzentrum – der 50-jährige Student will das bewährte Programm, wie zum Beispiel das Herstellen von Laubsägearbeiten, zum größten Teil weiterführen. 

Bad Bevensen. Es sind große Fußstapfen, in die Niels Tümmler da tritt: Zum Jahreswechsel hat der 50-Jährige die Leitung des Jugendzentrums in Bad Bevensen übernommen.

Seine Vorgängerin Beate König hat sich nach 30 Jahren im Jugendzentrum in den Ruhestand verabschiedet (AZ berichtete). Die gute Nachricht nimmt Tümmler vorweg: „Ich betreibe das Jugendzentrum im bisherigen Umfang weiter. “.

Der Vertrag zwischen der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf und dem Betreiber des Jugendzentrums „Lebensraum Diakonie“ läuft vorerst bis zum 30. Juni dieses Jahres. Für Tümmler ist es zwar die erste Praxiserfahrung in der offenen Jugendarbeit, doch über mangelnde Lebenserfahrung kann sich der Student an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften am Campus Suderburg nicht beklagen. Er stammt aus Sehestedt in Schleswig-Holstein und wechselte nach einer Ausbildung zum Wasserbauwerker zur Bundeswehr nach Rotenburg/Wümme. Nach Stationen als Ausbilder in Rendsburg, Kiel und Köln verschlug es ihn nach Suderburg.

„Mein erneuter Einstieg in die soziale Arbeit begann nach den Erfahrungen in der Jugendarbeit als Schüler, dann über dreißig Jahre später als Schulbegleiter an der Oberschule in Ebstorf“, berichtet er. Er betreute unter anderem ein gehandicaptes Kind, bis dieses ein Internat besuchte. Daraufhin entschloss er sich, das Studium „Soziale Arbeit“ an der Ostfalia aufzunehmen. „Die Arbeit im Jugendzentrum ist gleichzeitig mein Projektstudium“, bemerkt der vierfache Familienvater.

Neben Beruf und Studium bleibt Niels Tümmler genügend Zeit, um sich ehrenamtlich zu engagieren. So ist er im Rat seiner Heimatgemeinde tätig, singt im Kammerchor Uelzen und ist beim VfL Suderburg als Übungsleiter aktiv. Seine weitere Leidenschaft ist die plattdeutsche Sprache. Tümmler sitzt im Beirat der Bevensen-Tagung und formuliert Gedichte und Texte auf platt.

Sport und Plattdeutsch, diese Leidenschaften will er auch in die Arbeit des Jugendzentrums einfließen lassen. Außerdem ist sein Ziel, mit möglichst zwei JuZ-Teams beim Fußballturnier des Diakoniewerks Jerusalem anzutreten und mit der Band „Lemon-sweet“, die regelmäßig im Jugendzentrum probt, Texte ins Plattdeutsche zu übersetzen. „Die Möglichkeiten vor Ort sind enorm“, schwärmt Tümmler nach seinen fast 50 ersten Tagen im Jugendzentrum.

Geöffnet ist das Bevenser JuZ Montag bis Freitag von 12 bis 18.30 Uhr, montags und donnerstags bereits ab 11 Uhr. Erhalten bleiben die Ferienbetreuung sowie die Möglichkeit, Kindergeburtstage in den Räumen zu feiern. Für die Ferienbetreuung in den Osterferien ist die Anmeldung ab sofort möglich.

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