Diskussion um marodes Kurhaus: Fraktion Bürger für Bad Bevensen weisen auf Details bei Fördergrundlagen hin

Modernisierung statt Sanierung

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Auf Eis gelegt: Noch immer ist keine endgültige Entscheidung getroffen, was mit dem sanierungsbedürftigen Bad Bevenser Kurhaus geschieht.

Bad Bevensen. Der Teufel steckt im Detail – und genau das will die Fraktion Bürger für Bad Bevensen (BfB) stets beachtet haben.

Denn: „Die BfB Fraktion hat sich eindeutig für eine Modernisierung des Kurhauses ausgesprochen“, erklärt Fraktionsvorsitzende Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka. Denn Modernisierungen seien anders als Sanierungen nach den „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Tourismuswirtschaft“ duch das Land Niedersachsen zuschussfähig. Dieses habe die BfB in diversen Sitzungen und Zusammenkünften mit Hinweis auf die gültigen Richtlinien immer wieder betont. Die SPD hatte der BfB in der vergangenen Woche vorgeworfen, sie würde mit falschen Informationen für eine Kurhaus-Sanierung werben. Die SPD spricht sich indes für einen Abriss des bestehenden Kurhauses und anschließenden Neubau aus (AZ berichtete). „Nach erfolgter Akteneinsicht, von der BfB beantragt im März 2012, fällt ein großer Teil der geplanten Maßnahmen unter eine Modernisierung“, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dipl. -Ing. Roland Zander. Im Übrigen, so Zander, seien die in dem Gutachten errechneten Kosten für eine reine Instandhaltungssanierung als – sehr hoch angesetzt – anzusehen. “ Die BfB kritisiert, dass ihrer Meinung nach, von Beginn der Diskussionen an, die „Bestrebungen eines Teiles der verantwortlichen Personen“ auf den Abriss des Kurhauses hinausgelaufen wären. „Mit allen Mitteln, wird dies als die kostengünstigere Lösung für die Stadt dargestellt. Andere Varianten wurden und werden ernsthaft nicht verfolgt“, betont Hendel-Andabaka. „Selbst, wenn man nur die notwendigen Sanierungsmaßnahmen durchführen würde, würden die Kosten dafür nicht höher sein, als der Eigenanteil der Stadt Bad Bevensen im Falle eines Neubaues, wenn es bei den geschätzen Kosten und erwarteten Zuschüssen bleiben würde. “ Zudem fürchtet die BfB, dass die tatsächlichen Neubaukosten, die geschätzten übersteigen werden.

Von Wiebke Brütt

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