Feuerwehrausschuss berät heute über Kooperationen und Neubauten in der Samtgemeinde

Das Millionenprojekt läuft an

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Am Ortseingang von Römstedt, auf der rechten Seite aus Richtung Bad Bevensen kommend, könnte ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden. Kostenpunkt: voraussichtlich rund zwei Millionen Euro.

Bad Bevensen/Ebstorf. Wegweisende Entscheidungen haben die Mitglieder des Ausschusses für das Feuerwehrwesen in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf zu treffen: In ihrer heutigen Sitzung (17 Uhr im Feuerwehrhaus, Kurze Bülten) werden sie die Weichen stellen für die weitere Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans. Ganz konkret: Sie sollen über künftige Kooperationen von Feuerwehren befinden.

Für einen Feuerwehrhaus-Neubau in Römstedt wurde die rot umrandete Fläche ins Auge gefasst.

Wie berichtet, ist knapp die Hälfte der 40 Feuerwehren der Samtgemeinde laut einem Gutachten im Ernstfall nicht einsatzfähig. Vor diesem Hintergrund soll künftig die Zusammenarbeit von Wehren verstärkt werden. Und die Bereitschaft dazu bei den Brandschützern ist groß: Nachdem das Pilotprojekt, der Zusammenschluss der Wehren Röbbel, Gollern und Hesebeck, schnell beschlossene Sache war, folgten weitere Kooperationswünsche: 1. Jelmstorf und Seedorf, 2. Römstedt, Drögennottorf und Masbrock-Havekost, 3. Allenbostel, Hanstedt I und Bode, 4. Weste, Testorf, Hagen-Schlagte sowie 5. Emmendorf und Jastorf. Der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde soll heute Abend unter anderem darüber entscheiden, ob für diese insgesamt fünf Kooperationen neue Feuerwehrhäuser gebaut werden sollen – und zwar in Form einer sogenannten Funktionsausschreibung. Damit werden gewisse Kriterien klar definiert, aber nicht einzelne Gewerke ausgeschrieben, sondern Komplettangebote für neue Feuerwehrhäuser akquiriert (AZ berichtete).

Ersten Berechnungen zufolge würde ein neues Feuerwehrhaus in Hesebeck 1,8 Millionen Euro kosten, das in Jelmstorf 1,5 Millionen Euro, das in Römstedt 2 Millionen Euro und eines in Weste 1,8 Millionen Euro. Für Hanstedt I/Bode/Allenbostel und Jastorf/Emmendorf sind nach Einschätzung des Gemeindebrandmeisters keine Neubauten erforderlich.

Als Voraussetzung für die Neubauten müsste die Samtgemeinde geeignete Grundstücke in den jeweiligen Gebieten kaufen. Außerdem wären Fahrzeuge zu beschaffen, die rechtzeitig zur Fertigstellung der Neubauten ausgeliefert sein sollten. Auch über diese Punkte sollen die Mitglieder des Ausschusses heute entscheiden.

Die Verwaltung empfiehlt den Politikern, diesen weiteren Schritten auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Brandschutz in der Samtgemeinde mitzugehen. Alle Ortswehren hätten die Ernsthaftigkeit ihrer Kooperationsbereitschaft bestätigt, heißt es in einer Vorlage aus dem Rathaus. Seit ihren Anträgen, Kooperationen zu bilden, würden in den betreffenden Feuerwehren insbesondere gemeinsame Dienste abgehalten und werde bei der Ausbildung eng zusammengearbeitet. Grünes Licht gibt auch die Feuerwehrspitze: Die Prüfung durch die Gemeindebrandmeister habe ergeben, dass die Voraussetzungen für die Kooperationen jeweils gegeben seien.

Von Ines Bräutigam

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