Samtgemeinde will vier Neubauten selbst realisieren

Millionen für neue Feuerwehrhäuser in Bevensen-Ebstorf

Vier neue Feuerwehrhäuser plant die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Letzter Neubau war das Feuerwehrhaus in Wriedel.
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Vier neue Feuerwehrhäuser plant die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Letzter Neubau war das Feuerwehrhaus in Wriedel.

Bevensen-Ebstorf – Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf plant Millionen-Investitionen in die Feuerwehren. Mehr als sieben Millionen Euro sollen in vier neue Feuerwehrhäuser fließen.

Der Samtgemeindeausschuss hat nun beschlossen, die Projekte nicht mit einem Generalunternehmer, sondern in Eigenregie zu realisieren.

Samtgemeindebürgermeister Martin Feller (Grüne) verweist auf Erfahrungen unter anderem des Landkreises Uelzen. „In vielen Fällen sind die Kosten aus dem Ruder gelaufen“, betont der Verwaltungschef. „Ein Generalunternehmer will auch Geld verdienen.“ Weil für einen Generalunternehmer eine zweistufige europaweite Ausschreibung notwendig ist, geht Feller auch von einem Zeitvorteil von einem ganzen Jahr aus. Baubeginn für die vier Feuerwehrhäuser soll im Juli 2021 sein.

Die neuen Feuerwehrhäusern sind Teil des Brandschutzbedarfsplans der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Demnach versprach die Samtgemeinde den Wehren, die bereit sind, eine förmliche Kooperation einzugehen, jeweils ein neues gemeinsames Gerätehaus – ein Erfolgsrezept, wie die Bewerbungen zeigen. In der ersten Runde soll das für die bereits fusionierte Wehr Hesebeck-Gollern-Röbbel (1,8 Millionen Euro) sowie die Kooperationswehren Jelmstorf-Seedorf (1,5 Millionen Euro), Drögennottorf-Masbrock-Havekost-Römstedt (2 Millionen Euro) und Hagen-Schlagte-Testorf-Weste (1,8 Millionen Euro) realisiert werden.

Bei den Kosten handelt es sich um grobe Schätzungen ohne Ausstattung, betont Samtgemeindebürgermeister Feller. Das genaue Raumprogramm soll mit den Feuerwehrspitzen erarbeitet werden.

Gemeindebrandmeister Sven Lühr geht davon aus, dass insgesamt zwölf Fahrzeugstellboxen gebraucht werden, und zwar für Gollern-Röbbel-Hesebeck drei, für Jelmstorf-Seedorf zwei, für Römstedt-Drögennottorf-Masbrock-Havekost vier und für Weste-Hagen-Schlagte-Testorf drei. Dazu Schulungsräume, Umkleiden sowie Sanitärräume.

Im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplans seien alle Optionen geprüft worden. „Wir wissen, dass unsere Feuerwehrhäuser sanierungsbedürftig sind, und die Grundstücke geben einen Anbau nicht her“, betont Lühr. „Letztendlich ist es einfacher, einen Neubau zu errichten. Ich denke, das ist eine Chance für unsere Wehren, vernünftige Unterkünfte zu bekommen.“

Die Feuerwehren Hanstedt I, Allenbostel und Bode kooperieren ebenfalls. Über einen Neubau wird allerdings erst bei der Überarbeitung des Bedarfsplans ab 2023 entschieden. Eine weitere Zusammenarbeit ist zwischen den Wehren Emmendorf und Jastorf geplant. Weitere Wehren sind im Gespräch.

VON GERHARD STERNITZKE

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