4,6 Millionen Euro für den Lärmschutz

Gestern wurde offiziell der erste Spatenstich für die Lärmschutzmaßnahmen getan.

Bad Bevensen/Jelmstorf - Von Ines Bräutigam. Auf einer Länge von rund vier Kilometern werden in den kommenden Monaten Lärmschutzwände entlang der Bahngleise in Bad Bevensen, Medingen und Bruchtorf aufgestellt. Gestern Vormittag wurde symbolisch der erste Spatenstich für diese freiwillige Maßnahme von Bund und Bahn getan – im Beisein der Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) und Kirsten Lühmann (SPD) sowie Vertretern von Bahn, Verwaltung, Landes- und Kommunalpolitik.

Rund 4,6 Millionen Euro investiert der Bund in diese Lärmschutzmaßnahme, informierte Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der DB AG für Niedersachsen und Bremen. 120 000 weitere Euro fließen bei etwa 380 Haushalten in passive Lärmschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster. „Eine freiwillige, aber notwendige Maßnahme“, wie Henning Otte feststellte. Denn bei dem Ziel, gute Fernverbindungswege zu schaffen, dürfe der Lärmschutz nicht außer Acht gelassen werden. Eine wichtige Entlastung der Bahnlinie Hamburg-Hannover, so Otte, sei auch die so genannte Y-Trasse.

Kirsten Lühmann ging derweil auf den Stress ein, den Lärm nach neuesten Erkenntnissen verursache. Gerade für Bad Bevensen, einen Ort, in dem Menschen Erholung suchen, sei deshalb der Lärmschutz an den Bahngleisen von großer Bedeutung. Für die Zukunft, appellierte sie, müsse man darüber nachdenken, wie Grenzwerte gestaltet werden sollten. Ihr Vorschlag: Europaweit sollten sämtliche Bahnfahrzeuge mit geräuscharmer Technik ausgerüstet werden. Allerdings, und das musste auch die Bundestagsabgeordnete einräumen, dürfte die Anzahl der Fahrzeuge da erhebliche Kostenprobleme bereiten. Allein die Deutsche Bahn unterhält rund 80 000 Wagen – und pro Wagen, so überschlug Bahn-Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis im Gespräch mit der AZ, dürften Kosten von etwa 3000 Euro anfallen.

Norbert Brandl, Bürgermeister der Gemeinde Jelmstorf, dankte der Bahn schließlich im Namen der betroffenen Anwohner, aber auch den Anwohnern selbst. Denn für das Aufstellen der Lärmschutzwände waren hier und da Grundstücksverkäufe erforderlich, die größtenteils reibungslos geklappt hätten.

Weil die Bauarbeiten vor allem vom Gleis aus erfolgen müssen, werden sie überwiegend nachts und am Wochenende durchgeführt. Die Bahn bittet daher für optische und akustische Warnsignale, die zum Schutz der Bauarbeiter erforderlich sind, um Verständnis. Im März 2011 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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