„Jede Schule ist ihr eigenes Universum“

Michaela Petersen ist neue Leiterin der KGS in Bad Bevensen

Michaela Petersen Schulleiterin der Fritz-Reuter-Schule in Bad Bevensen steht vor dem Eingang der KGS
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Michaela Petersen ist seit Beginn des Schuljahres neue Leiterin der Fritz-Reuter-Schule in Bad Bevensen
  • Lars Lohmann
    VonLars Lohmann
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Hier ist Leben in den Räumen“, sagt die Schulleiterin der Bad Bevenser Fritz-Reuter-Schule, Michaela Petersen, über ihre neue berufliche Heimat. Aus dem Landkreis Harburg hat es die Lehrerin für Deutsch und Biologie zum Start des Schuljahres an die größte Schule des Landkreises Uelzen verschlagen

Ein bewusster Schritt, wie die 48-Jährige betont. „Ich wollte aus der ersten Reihe heraus aktiv eine Schule mitgestalten.“

Dabei habe sie vor allem das Schulkonzept und die Art und Weise überzeugt, wie Lehrer und Schüler es auch umsetzen. „Das Konzept kann noch so gut sein, solange es nicht wie hier gelebt wird, bringt es nichts“, sagt Michaela Petersen. So sei der sogenannte VUSEL-Bereich in dem der Vertretungsunterricht organisiert wird, zum Beispiel sehr gelungen.

Erfahrungen mit Gesamtschulen hat die im Landkreis Lüneburg mit Mann und drei Kindern lebende Schulleiterin in ihrer beruflichen Laufbahn schon gesammelt. Sie war an der Gründung und dem Aufbau der Integrierten Gesamtschule (IGS) Winsen-Roydorf beteiligt und war, bevor sie zur KGS gekommen ist, didaktische Leiterin der IGS Seevetal. „Gesamtschulen sind prima. Sie haben eine hohe Durchlässigkeit und es wird schulzweigübergreifend gearbeitet“, sagt Michaela Petersen.

Aufgaben gibt es genug für sie. „Als Erstes muss ich die KGS kennenlernen. Jede Schule ist ihr eigenes Universum und das muss ich jetzt erkunden“, erklärt sie. So hat sie sich in den Sommerferien durch die Räumlichkeiten führen lassen und ist auch durch den Kriechkeller gekrochen. Gleichzeitig will sie natürlich die rund 150 Lehrer und alle Schüler und Schülerinnen der Schule kennenlernen. „Ich will ankommen und mir ein Bild machen“, sagt sie. Für Fragen stehe ihre Tür ohnehin immer offen.

Aber auch verschiedene Bauprojekte stehen an oder sind bereits im vollen Gang, wie etwa der Neubau der Schulsporthalle oder die Sanierung der Elektrik in den alten Gebäuden an der Lindenstraße. Bei all den Verwaltungstätigkeiten bleiben noch ganze zwei Schulstunden in der Woche für den Unterricht übrig – Biologie in einer sechsten Klasse. „Das ist für mich das Ungewöhnlichste in der Woche, weil es das einzige Planbare ist“, sagt Michaela Petersen, die in ihrer Freizeit bei der Arbeit im heimischen Garten abschaltet und außerdem noch eine leidenschaftliche Salsa-Tänzerin ist.

Größte Herausforderung der nächsten Jahre wird für die Schulleiterin der Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie sein. „Der Schulalltag mit Corona hat sich inzwischen eingespielt. Aber die bestimmende Frage ist, was die Grundschüler in Zukunft brauchen werden, die jetzt eineinhalb Jahre nur im Distanzunterricht waren“, sagt sie. Dieses Thema werde alle weiterführenden Schulen die nächsten Jahre eingehend beschäftigen.

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