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Vermarktung für Glasfasernetz in Bevensen, Ebstorf und Uelzen verzögert sich

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Glasfaserkabel.
Die Lünecom will bis zu 15.000 Haushalte in Bad Bevensen, Ebstorf und Uelzen ans Glasfasernetz anschließen. Die Vermarktung läuft schleppend. © Symbolfoto: dpa

Die Lünecom will schnelles Internet nach Bad Bevensen, Ebstorf und Uelzen bringen, die beim Glasfaserausbau des Landkreises nicht zum Zuge kamen. Doch bei der Vermarktung geht es offenbar nicht so flott voran wie erhofft. Das berichtet die Essener Firma Mavetra, die mit der Vermarktung beauftragt ist.

Bevensen/Ebstorf/Uelzen – „Das ist nicht die Quote, die wir brauchen“, sagt Geschäftsführer Heinrich Altmiks. Wie viele Menschen sich bislang angemeldet haben, verrät er allerdings nicht. Bis zu 15 000 Haushalte will die Lünecom mit Bandbreiten von 250 bis 10 000 Mbit versorgen. Voraussetzung ist, dass bis zum 28. Februar 50 Prozent der Haushalte einen Vertrag unterschrieben haben. Altmiks sieht dieses Ziel zwar nicht ausdrücklich als gefährdet an, mahnt aber, dass sich die Menschen rechtzeitig entscheiden sollen.

„Wir haben ein Phänomen, dass wir aus unseren anderen Gebieten nicht kennen“, berichtet Altmiks. „Es reicht nicht ein Gespräch, sondern die Kunden wollen ein zweites, drittes, viertes Mal. Das führt dazu, dass wir mit der Zeit Schwierigkeiten bekommen.“ Dabei handelt es sich offenbar vor allem um ältere Bürger, die unsicher sind und den Rat ihrer Kinder suchen. „Die Leute sind einfach vorsichtig“, hat der Marketing-Fachmann beobachtet. „Den Jungen braucht man das Thema Glasfaser nicht zu erklären. Die sind informiert.“

„An den Kapazitäten liegt es nicht“, ist Altmiks überzeugt. Der Vermarkter beschäftigt ein Telefoncenter und fünf Außendienstler für die Beratung. Plakatflächen und Bauzäune wurden mit Werbung belegt. Informationsveranstaltungen wurden zweimal in Bad Bevensen, einmal im Klosterflecken Ebstorf und einmal in der Hansestadt Uelzen durchgeführt. Hier ist eine weitere Veranstaltung geplant. Zusätzlich wird morgen, Mittwoch, um 19 Uhr unter glasfaser-uelzen.jetzt ein Onlinetermin angeboten, bei dem Fragen beantwortet werden.

„Wir müssen wirklich Gas geben“, sagt Altmiks. „Wir brauchen jeden Zweiten, um den Stadteil angeschlossen zu kriegen. Wenn wir das nicht schaffen, dann ist die Chance, dass ein anderer Anbieter ein Glasfasernetz realisiert, relativ gering.“

Die Lünecom hat angekündigt, bei einer erfolgreichen Vorvermarktung im zweiten Quartal 2023 mit den Tiefbauarbeiten zu beginnen. Nach 18 bis 24 Monaten sollen die Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen sein.

„Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hat natürlich ein Interesse daran, dass ein so wichtiges Infrastrukturprojekt in den Mitgliedsgemeinden umgesetzt wird“, teilt der Vertreter des Samtgemeindebürgermeister Thomas Fisahn mit. „Einen aktiven Werbeaufruf wird es von uns nicht geben, denn die Firma Lüncom geht anders als der Landkreis Uelzen marktwirschaftlich vor.“

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