Bad Bevensen: Gästehaus der Fürst-Donnersmarck-Stiftung wird 40 Jahre alt

Die Menschen im Blick...

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„Ich habe den Wandel mitbekommen“, sagt Waltraut Krauseist (links). Seit 30 Jahren ist sie in Bad Bevensen bei der Fürst-Donnersmark-Stiftung zu Gast. Beim runden Geburstag durfte sie darum nicht fehlen.

Bad Bevensen. Seine Durchlaucht Dr. Guidotto Graf Henckel Fürst von Donnersmarck persönlich war gekommen, um das 40-jährige Jubiläum des Gästehauses dieser Stiftung zu würdigen und zu feiern.

Auch auf der Gästeliste: amtierende und ehemalige Kuratoriumsmitglieder der Stiftung, Mitarbeiter des Hauses, Vertreter aus Stadt und Kirche sowie Gäste, die derzeit im Haus Erholung, Zuwendung und Umsorgen erfahren. „Wir fühlen uns alle gemeinsam für das Wohl der körperbehinderten Menschen verpflichtet“, machte der Graf deutlich. Wichtig sei, dass sie freundlich und entgegenkommend aufgenommen werden.

Das Haus wurde im Mai 1972 eröffnet. Die gute Erreichbarkeit von Berlin aus sei damals ein wichtiger Gesichtspunkt gewesen. Der Fürst betonte, wie wichtig es sei, in konsequenten Schritten den zeitgemäßen Stand und die Ausrichtung beizubehalten, die aktuellen Wünsche und Bedürfnisse der Gäste im Blick zu haben, um die Attraktivität zu halten.

Im Eingangsbereich finden Besucher des Gästehauses eine Tafel über die Entwicklung des Hauses: 14 Jahreszahlen dokumentieren Schritte nach der Eröffnung, bis zum Erweiterungsbau des Gästehauses, das neue Foyer, das Vital-Zentrum, die Bibliothek, Dachterrasse und Tiefgarage sowie die Entstehung von fünf weiteren Gästezimmern (133 Betten) erst vor wenigen Jahren. Dr. Graf Henckel Fürst von Donnersmarck machte deutlich, dass es auch einen internen Aspekt für die Attraktivität des Hauses gäbe. Die 40 Mitarbeiter haben das Haus über ihren professionellen Einsatz hinaus durch persönliche Zuwendung attraktiv gemacht. Sein Wunsch: „Bitte nicht nachlassen!“

Der Leiter des Gästehauses, Michael Klopp, ging auf die Entwicklung des Hauses vom Versehrten- und Altenheim bis zum heutigen Gästehaus – einem modernen, barrierefreien Hotel – ein. besonders betonte er die gute Kooperation mit der Stadt. „Die Gäste reisen häufiger und bleiben kürzer“, die Gästezahl habe sich 2011 im Vergleich zu früheren Jahren verdoppelt. Waltraut Krause, die seit 30 Jahren Stammgast ist, hob er besonders hervor. Die Kurstadt mit der Jod-Sole-Therme und einem großzügigen barrierefreien Kurpark, samt Fußgängerzone runde das Angebot des Gästehauses zudem ab.

Bürgermeister Martin Feller gab jedoch zu, dass in Bad Bevensen als „Stadt der Gesundheit“ noch mehr zu tun sei – Stichwort Inklusion. „Jeder Mensch braucht an jedem Ort die gleichen Chancen.“ Der Geschäftsführer der Kurgesellschaft und BBM, Uwe Winter, dankte für die Pionierarbeit des Hauses, die „weitsichtig und zukunftsorientiert“ war, lobte die angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Haus und thematisierte die nicht körperbehindertengerechte Kurbahn „Thermelinchen“.

„40 ist in der Bibel eine Zeit der Bewahrung und Bewährung“, betonte Pastor i.R. Christoph Schomerus in Bezug auf das 40-jährige Jubiläum. Er war schon bei der Eröffnung dabei. „Es ist ein Highlight unseres Ortes.“ Die Förderung der körperlich Behinderten sei toll, und für Kopf und Seele sei es wichtig, Orte zu schaffen. „Barrierefrei! Es gibt noch so viele Barrieren in Kirche und Gesellschaft, die müssen abgeschafft werden.“

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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