Bad Bevenser gesteht brutale Bluttat an 70-jähriger Frau

„Meine Mutter fehlt mir ohne Ende“

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Besprechung vor der Verhandlung: Der angeklagte 46-Jährige (rechts) und Rechtsanwalt Volker König.

Bad Bevensen/Lüneburg. Ein 46-jähriger Bad Bevensener hat gestern zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Lüneburg gestanden, seine 70-jährige Mutter getötet und dann die Wohnung angesteckt zu haben.

Er habe der Frau 10 bis 20 Mal mit einer Rohrzange auf den Kopf geschlagen und ihr dann mit einem Küchenmesser die Kehle durchgeschnitten. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Beschuldigte wegen einer seelischen Störung schuldunfähig ist.

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„Ich habe Angst gehabt. Der Druck, eine Lösung finden zu müssen, wurde immer größer“, beschreibt der Angeklagte, der mittlerweile in psychiatrischer Behandlung ist, sachlich. Seine Mutter habe unter dem Lärm aus der Nachbarwohnung so gelitten, dass sie gesundheitlich „immer mehr abgebaut“ habe, nannte er während der Verhandlung ein Motiv für seine Tat. „Inzwischen ist mir klar geworden, dass es komplett falsch war“, räumt er ein. „Meine Mutter fehlt mir ohne Ende.“

Der Mann hatte sich nach seiner Tat in der Nacht zum 10. Januar bei der Polizei in Uelzen gestellt. Seit April ist er in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die Staatsanwaltschaft plädiert dafür, den 46-Jährigen dauerhaft in der Psychiatrie unterbringen zu lassen.

Bislang sind drei weitere Prozesstage angesetzt worden, das Landgericht will diverse Zeugen hören.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch in der AZ.

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