Mehr Parkraum für Behinderte

Über die Sommerferien erarbeiten die Planer den Entwurf für die neue Bahnhofstraße und werden ihn anschließend den Anliegern vorstellen.

Bienenbüttel - Von Ines Bräutigam. Wenn alles seinen Gang geht, könnte schon im nächsten Frühjahr mit dem Umau der Bienenbütteler Bahnhofstraße begonnen werden. Der Bauausschuss zumindest gab in siner jüngsten Sitzung grünes Licht für den Vorentwurf, der zudem mehr als eine Stunde lang mit interessierten Bürgern diskutiert wurde.

Die Vorplanung des Ingenieurbüros Rauchenberger aus Dannenberg sieht zurzeit eine barrierefreie Herstellung der Bahnhofstraße vor. Dieter Holzenkämpfer, Vorsitzender des Bienenbütteler Seniorenbeirates, gab in der Ausschusssitzung außerdem zu bedenken, man solle neben der Barrierefreiheit auch für ausreichend behindertengerechte Parkplätze sorgen. Im Rahmen des Entwurfs, der über die Sommerferien erstellt werden soll, werden sich die Ingenieure mit diesem Anliegen auseinandersetzen. Insgesamt soll die Anzahl der jetzt vorhandenen Parkplätze auch künftig erhalten bleiben.

Durch den verkehrsberuhigten Ausbau, der Fahrbahn und Gehwege auf einem Niveau vorsieht, ist, wie berichtet, eine Herabstufung der jetzigen Kreisstraße auf eine Gemeindestraße erforderlich. Zwar gab es Wünsche von Anliegern den Status Kreisstraße beizubehalten, doch wäre dann ein niveaugleicher und damit barrierefreier Ausbau nicht möglich, da für Teile der Verkehrsfläche der Landkreis zuständig wäre, für andere Bereiche wiederum die Gemeinde.

Im Rahmen der Umgestaltung der Bahnhofstraße soll auch die Kurze Straße saniert werden. Ein Anlieger hatte jüngst bemängelt, dass dort gerast werde und die Ausweisung einer Tempo-30-Zone angeregt. Gleiches wäre auch für die Bahnhofstraße angemessen, lautete sein Vorschlag. Weder für die rund 100 Meter lange Kurze Straße noch für die Bahnhofstraße sahen die Entscheidungsträger allerdings eine Notwendigkeit diesbezüglich und nahmen die Anregungen zur Kenntnis.

Die neue Parksituation an der Bahnhofstraße wird die Bienenbütteler künftig wohl noch weiter beschäftigen. Der Parkraum nämlich bleibt weiterhin knapp. Bürgermeister Heinz-Günter Waltje appellierte deshalb an die Geschäftsleute, ihre Mitarbeiter anzuhalten, nicht die Bahnhofstraßenparkplätze dauerhaft zu belegen, sondern diese den Kunden frei zu halten. Eine so genannte Parkraumbewirtschaftung – also das Begrenzen von Parkzeit – strebt die Gemeinde eigentlich nicht an, sagt Bauamtsleiter Uwe Gundlach. Man müsse aber die Entwicklungen abwarten und dann über eventuelle Maßnahmen entscheiden.

Die aktuellen Anregungen werden jetzt in den Entwurf eingearbeitet und voraussichtlich nach den Sommerferien den Anliegern vorgestellt.

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