Wahlkrimis im Landkreis

Martin Feller und Michael Widdecke sind neue Samtgemeindebürgermeister

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(Symbolfoto)

Bevensen/Rosche – Es war ein knapper Ausgang bei beiden Stichwahlen. Doch für die Samtgemeinden Bevensen-Ebstorf und Rosche sind gestern Bürgermeister gefunden worden.

Martin Feller, Neuer Bürgermeister für Bevensen-Ebstorf.

Martin Feller (Grüne) wird ab November als Bürgermeister der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf tätig sein, er setzte sich gestern mit 51,5 Prozent gegen Andreas Czerwinski von der CDU (48,5 Prozent) durch. Neuer Samtgemeindebürgermeister von Rosche wird Michael Widdecke (CDU). Er erhielt 53,6 Prozent, Mitbewerber Bernd Burmester (Einzelbewerber) erreichte 46,4 Prozent.

Michael Widdecke, Neuer Bürgermeister für Rosche.

„Es ist ein schönes Gefühl“, sagte gestern Michael Widdecke, nachdem feststand, dass er künftig Samtgemeindebürgermeister von Rosche sein wird. Den Wahlsieg feierte er dann nicht nur in seinem Heimatort Nateln, sondern auch auf dem Roscher Schützenfest. Der unterlegene Bernd Burmester erklärte, er werde wegen des Ausgangs der Wahl nicht in Traurigkeit verfallen. Er habe nicht damit gerechnet, dass er die Nase vorn haben werde. Dass nun knapp die Hälfte aller Wähler für ihn gestimmt haben, damit sei er hochzufrieden. „Bei diesem Ausgang der Wahl gibt es keinen Sieger und keinen Verlierer“, so Bernd Burmester.

Nachdenklich stimmt Burmester aber die Wahlbeteiligung. Für die Samtgemeindebürgermeisterwahl von Rosche wurden 2669 Stimmen abgegeben, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 47,5 Prozent. Burmester spricht von einem „schlechten Zeichen“.

In der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf lag die Wahlbeteiligung noch unter dem Niveau von Rosche. Nur 43,3 Prozent der Wahlberechtigten haben hier ihre Stimmen für einen der beiden Kandidaten abgegeben. Die Nase knapp vorn hatte letztlich Martin Feller. Geholfen habe sicher der derzeitige Rückenwind für die Grünen, aber auch, dass er als Bürgermeister von Bevensen bereits gute Stadtpolitik gemacht habe, so Feller. Jetzt werde er für die ganze Samtgemeinde agieren. Aber gestern war zunächst einmal die Wahlfeier angesagt. „Es wird eine lange Nacht“, prognostizierte Feller.

283 Stimmen trennten am Ende die beiden Kandidaten in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Andreas Czerwinski hatte das Nachsehen. Der Polizeibeamte in der Hamburger Innenbehörde sagte, er wolle sich künftig kommunalpolitisch auf Samtgemeindeebene engagieren. Er dankte seinem Wahlkampfteam, seiner Familie und seinen Unterstützern, „die in den letzten Wochen wie die Wahnsinnigen gearbeitet haben“. Am Ende hat es für einen Wahlsieg nicht gereicht. „Aber wir haben getan, was wir konnten.“

VON NORMAN REUTER

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