Andreas Czerwinski will jetzt Gas geben / Unterlegener Heiko Senking gibt Wahlempfehlung

Martin Feller liegt haarscharf vorn

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Martin Feller (Grüne), der im Bevenser Vakuum feiert, liegt mit 36,8 Prozent der Stimmen knapp vorn.

Bevensen-Ebstorf – Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich am Sonntag die Bürgermeister-Kandidaten in Bevensen-Ebstorf Andreas Czerwinski (CDU) und Martin Feller (Grüne). Kurz nach 19 Uhr ist Czerwinski mit 40 Prozent der Stimmen vorn.

Dann überholt der Grünen-Politiker mit drei Punkten Vorsprung. Der schmilzt, und gegen 21 Uhr bleibt es bei einer hauchdünnen Mehrheit von 0,3 Punkte für Feller (36, 8 Prozent) vor Czerwinski (36,5 Prozent). Am 16. Juni kommt es zur Stichwahl. Heiko Senking (UWG) holt 26,8 Prozent.

Groß ist die Freude bei Martin Feller, der im Bevenser Vakuum feiert. „Offensichtlich haben die Leute gesehen, dass wir nicht einen weiteren Verwaltungsfachmann brauchen, sondern jemanden, der politische Prozesse managen kann. Wenn CDU und SPD zusammen einen anderen Kandidaten unterstützt haben, dann bin ich stolz auf dieses Ergebnis“, meint der Grünen-Kandidat. Die Europawahl habe gezeigt, dass der Klimawandel die Menschen bewege. „Ich bin guter Dinge, dass es klappen kann“, so Feller. Nun wolle er die Wähler überzeugen, die nicht für ihn gestimmt hätten.

Andreas Czerwinski (CDU), den die AZ im Bevenser Anno trifft, ist mit 36,5 Prozent fast gleichauf.

Sehr zufrieden ist auch Andreas Czerwinski, den die AZ im Anno antrifft. „Das ist ein absoluter Erfolg“, findet der CDU-Mann. Als Quereinsteiger fast gleichauf mit Feller zu sein, der 20 Jahre in der Kommunalpolitik sei, das findet er sensationell. „Ich werde unverzüglich Gas geben, um auch die Wähler, die mir nicht die Stimme gegeben haben, zu überzeugen, dass eine Fachkraft an diese Stelle gehört“, sagt Czerwinski. Mit CDU und SPD hinter sich könne er Projekte umsetzen. Zudem kündigt er an: „Selbst wenn es mir nicht gelingen sollte, werde ich weiter in der Kommunalpolitik bleiben.“

Heiko Senking (UWG), der mit 26,8 Prozent verliert, empfiehlt für die Stichwahl Martin Feller. 

„Ich hab’ die Wahl verloren“, räumt Heiko Senking ein, der den Abend im Unteren Krug und in Kalles Ratsstuben in Ebstorf verbringt. „Ich fühle mich gut, wie ich den Wahlkampf geführt habe. Ich habe gegen alle etablierten Parteien gekämpft“, resümiert der UWG-Politiker. Deshalb sei er stolz auf die 59 Prozent in Ebstorf. „Das zeigt, dass ich als Bürgermeister in Ebstorf einen guten Job gemacht habe“, folgert Senking, der eine klare Wahlempfehlung für Feller von den Grünen abgibt: „Weil er sich wie ich für Ökologie einsetzt und kommunalpolitisch große Erfahrung hat.“

VON GERHARD STERNITZKE

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