Thomas Pelchen – und seine ganz besondere Liebe zur Feuerwehr

Mensch 2017: Ein Mann für die Ernstfälle

An drei bis vier Abenden in der Woche ist der 48-jährige Thomas Pelchen für die Feuerwehr unterwegs. Seine „Liebe zur Feuerwehr“ hat der frühere Marinesoldat, wie er berichtet, auf hoher See entdeckt: „Da können Sie ja nicht weglaufen, wenn es brennt.“
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An drei bis vier Abenden in der Woche ist der 48-jährige Thomas Pelchen für die Feuerwehr unterwegs. Seine „Liebe zur Feuerwehr“ hat der frühere Marinesoldat, wie er berichtet, auf hoher See entdeckt: „Da können Sie ja nicht weglaufen, wenn es brennt.“

Eddelstorf. Es ist ja nicht so, dass die Feuerwehr in Eddelstorf bei Altenmedingen nicht verankert wäre.

Auf 320 Einwohner kommen 33 Aktive, der Spielmannszug wird vom Schützen-Club gestellt, und der Ortsbrandmeister ist wie nebenbei Küchenchef in der „Klinik Lüneburger Heide“ in Bad Bevensen. Mit all dem hat Thomas Pelchen etwas zu tun. Und Zufall ist es nicht, dass er in der Klinik auch deren Brandschutzbeauftragter ist. „Ich habe eine entsprechende Weiterbildung gemacht. “.

Überhaupt: die Weiterbildungen. In denen ist Pelchen ganz stark. 14 sind es allein bei der Feuerwehr seit 2004. Eingetreten ist er 1998 in Rätzlingen und in Eddelstorf 2003 – und das musste wohl auch so kommen: „Meine Liebe zur Feuerwehr habe ich auf See entdeckt.“ Auch ein Grund: „Da können Sie ja nicht weglaufen, wenn es brennt.“

Bis zum Obermaat auf einem Zerstörer brachte er es in vier Jahren bei der Bundesmarine. Weiterbildungen kamen dazu. „In der Kombüse und im Nordatlantik kenne ich mich aus.“ Pelchen, heute 48 Jahre alt, der sein Handwerk als Koch einst in Gifhorn lernte, lebt inzwischen seit 15 Jahren in Eddelstorf. Er hat gebaut – und: „Meine Frau hat mich immer unterstützt. Sie hat gesagt: Wenn du mit der Feuerwehr anfängst, dann richtig.“ So gehört Thomas Pelchen mit gleich drei Funktionen bei der Wehr und seinem Engagement für das Dorfleben zu den Nominierten bei „Mensch 2017“. Die AZ und die Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg zeichnen zusammen mit dem Volkswagenzentrum Uelzen als Partner wieder Ehrenamtliche aus. Bis einschließlich Montag, 22. Januar, können die AZ-Leser ihre Stimme für ihren persönlichen Menschen 2017 abgeben – nur mit Original-Coupons aus der AZ. E-Paper-Kunden können aber auch mit einem Ausdruck des Coupons teilnehmen, wenn sie darauf ihre Kunden-Nummer eintragen.

Pelchen, ein Mann von stattlicher Statur, hat es nicht nur zum Ortsbrandmeister gebracht, sondern ist auch stellvertretender Gemeindebrandmeister in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf und zudem in der technischen Einsatzleitung des Landkreises tätig, die bei Großschadenslagen eingreift. So hat er am „Brandschutzbedarfsplan“ der Samtgemeinde mitgearbeitet oder war mit dem Uelzener Zug zur Bekämpfung des Hochwassers in Hildesheim eingesetzt. Bei all dem findet er noch Zeit, sich fürs Dorfleben einzusetzen, zum Beispiel beim Sommermarkt in Altenmedingen.

„Ich erachte die Feuerwehr als etwas sehr Sinnvolles“, sagt Pelchen, der vor allem eines ist: ein geerdeter Mann ohne große Allüren, der gern gutbürgerlich isst und der stolz darauf ist, dass beide Söhne, 17 und 19 Jahre alt, auch in die Feuerwehr eingetreten sind.

So kommt es, dass Pelchen an drei bis vier Abenden in der Woche in Sachen Feuerwehr unterwegs ist. Und eines hofft: „Dass andere, wenn ich selbst betroffen bin, es genauso machen wie ich.“ Ob im Brandfall oder bei einem Autounfall – Feuerwehrmann sein, mit Leib und Seele.

Von Christian Holzgreve

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