Bundestagsabgeordnete informiert Aktionsbündnis zu Alpha E

Lühmann gibt Spange keine echte Chance

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Die Vorsitzende Dr. Uta Schulze (l.) dankte Kirsten Lühmann für ihren Besuch.

Hohenbünstorf/Landkreis. Aufmerksam lauschten mehr als 50 Mitglieder den Rechenschaftsberichten ihres Vorstandes auf der jährlichen Versammlung des „Aktionsbündnis für die Ostheide“ im Gasthaus Wilhelms in Hohenbünstorf.

Besonderer Gast war die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, die zu aktuellen Fragen rund um das Schienenausbauprojekt Alpha E Stellung nahm.

Rund 50 Interessierte lauschten auf der Mitgliederversammlung des „Aktionsbündnisses für die Ostheide“ den neuesten Informationen zum Thema Alpha E. 

Lühmann hat den Verlauf der vergangenen zwei Jahre vom Bürgerdialog hin zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) und den Schienenausbaugesetzen begleitet und in Berlin aktiv mitgestaltet. Inzwischen empfänden viele Anwohner der Bestandsstrecke das zwischen Lüneburg und Uelzen geplant dritte Gleis als Bedrohung und übersähen die Chancen, die ihnen aus Alpha-E und den Bedingungen des Abschlussdokumentes erwachsen, so Lühmann.

Die Abgeordnete berichtete, dass sie sich wegen der zu erwartenden höheren Belastung der Anlieger im Parlament und Verkehrsministerium für Schutzmaßnahmen eingesetzt habe. Wie genau diese umgesetzt werden könnten, dazu dienten vor allem die Runden Tische der Bahn, wo auch Probleme während der Bauarbeiten einvernehmlich geklärt werden sollen.

Einer Spange, die Brennpunkte wie Lüneburg, Deutsch Evern und Bad Bevensen umgehen sollte, gab die Abgeordnete keine Realisierungschance, weil sie Probleme in anderen Regionen und möglicherweise langwierige Klagen hervorriefe. Umfahrungen müssten am Runden Tisch konzipiert werden, dann werde geprüft, ob sie technisch, topografisch und ökonomisch zu realisieren seien, so Lühmann.

Auf Fragen zum Ostzweig der Amerika-Linie, also Uelzen-Salzwedel, betonte die Bundestagsabgeordnete wiederholt, dass auch hier nach neuestem Lärmschutz geplant werden müsse. Anregungen aus der Runde zu dem Thema versprach Kirsten Lühmann mit nach Berlin zu nehmen.

Zu Befürchtungen, dass das dritte Gleis der Einstieg zum vierten Gleis sei, führte die Abgeordnete aus: Sollte nach 2030 die Kapazitätsanforderung des Gesamtprojekts nicht ausreichen, werde es eine neue Bürgerbeteiligung geben, kündigte sie an. So solle auch verhindert, dass Verkehr sich auf die Straße verlagere.

Der weitere Verlauf der Mitgliederversammlung war dann den Regularien gewidmet. Unter anderem wurde der Vorstand bei drei Enthaltungen wiedergewählt. Die Anregung der Versammlung, eine Veranstaltung zum Thema „Schienenlärm“ durchzuführen, griff der Vorstand auf.

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