Ingrid und Alfons Bauersfeld machen zum 40. Mal Urlaub in Bad Bevensen

Lieber Kurstadt als Kreuzfahrt

40 Urlaube in Bad Bevensen – und viele weitere sollen folgen: Für ihre Treue zur Kurstadt dankte Uwe Winter (rechts) Ingrid und Alfons Bauersfeld aus Stellau bei Barsbüttel. Foto: Ph. Schulze

Bad Bevensen. Für einen gelungenen Urlaub braucht es nicht nur das passende Wetter, sondern immer auch einen Ort, der einem gefällt, und einen Vermieter, der einem gefällt.

„Und wenn dann auch noch der Gast dem Vermieter gefällt, dann ist alles wunderbar“, sagt Ingrid Bauersfeld und lacht. Bei ihr und ihrem Mann Alfons passte das Gesamtpaket. Und deshalb sind sie dieser Tage bereits zum 40. Mal als Urlauber in Bad Bevensen. Ein Anlass, zu dem der Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing GmbH, Uwe Winter, gestern Vormittag ein Dankeschön-Paket mit Sitzkissen und Bad-Bevensen-Tassen an das Ehepaar überreichte.

Ingrid und Alfons Bauersfeld wohnen in Stellau bei Barsbüttel. „Und wir haben es da auch richtig schön“, sagt sie, „in einer Sackgasse, am Naturschutzgebiet, ganz ruhig.“ Trotzdem geht es seit 1982 jedes Jahr nach Bad Bevensen. Und zwar meist im Oktober/November und im Frühjahr. Weil es hier so schön ist. Mit viel Natur. Und so ruhig. „Wir fühlen uns hier deswegen sehr wohl“, bestätigt Alfons Bauersfeld, lehnt sich im Sofa zurück und nimmt die Hand seiner Frau.

Nicht nur ihre Vermieterin Inge Noack freut sich über so treue Kurstadt-Gäste, sondern auch Uwe Winter weiß Stammgäste zu schätzen. Und davon, so weiß er aus Statistiken der BBM, gebe es in Bad Bevensen „ausgesprochen viele“. Und so liege nicht nur im Fall der Bauersfelds eines klar auf der Hand: „Sie haben hier in Bad Bevensen mehr Veränderungen miterlebt als ich“, schmunzelt Winter.

Und Uwe Winter hat Recht. So kann sich Alfons Bauersfeld noch genau daran erinnern, dass er in den ersten Jahren in Bad Bevensen noch mit dem Auto die Brückenstraße entlang gefahren ist. „Über die Ilmenau rüber. Da ging ja der Verkehr noch mitten durch die Stadt.“ Das heutige Bad Bevensen gefällt ihm und seiner Frau aber viel besser. Mit dem Neptunbrunnen zum Beispiel, der jetzt dort steht, wo Bauersfeld einst mit dem Auto entlang gefahren ist. „Genau, der Neptun“, schwärmt Gattin Ingrid, „der im Winter immer überall Eiszapfen hat.“

Anfang der Achtziger waren die beiden Schleswig-Holsteiner wegen der offenen Badekuren nach Bad Bevensen gekommen. Sie hatte einen Bandscheibenvorfall und Rheuma, er schon einen Herzinfarkt. Später hat es die beiden dann immer wieder in die Kurstadt gezogen. Waren es zunächst Radtouren, sind es heute vor allem Spaziergänge an der frischen Luft, die das Ehepaar Bauersfeld in der Kurstadt so schätzt. Ausflüge nach Lüneburg, Uelzen oder Celle? „Haben wir früher auch mal gemacht“, sagt Alfons Bauersfeld, „jetzt bleiben wir aber am liebsten hier.“

Mittags geht es meistens irgendwo auswärts essen. Oder es wird in der Ferienwohnung unterm Dach gekocht. „Früher reichte einem ja noch ein Zimmer mit einem Waschbecken“, erinnert sich Ingrid Bauersfeld an die ersten Besuche in Bad Bevensen. Doch die Ansprüche der Gäste sind gestiegen – auch die Bauersfeld wissen jetzt eine Zwei-Zimmer-Ferienwohnung zu schätzen.

Ihren Nachmittagskaffee genießen die beiden auch gern irgendwo in der Stadt. „Wir haben immer so schön in diesem Panorama-Café in der DianaKlinik gesessen – einmal bei einem Hagelschauer“, so Ingrid Bauersfeld. „Schade, dass das Café jetzt ins Erdgeschoss gezogen ist.“

In die Therme geht das Paar allerdings nicht. „Mir ist das zu kalt“, sagt Ingrid Bauersfeld. Obwohl die Sole auf 32 Grad aufgeheizt ist. Uwe Winter weiß aber, dass viele Badegäste mit rheumatischen Beschwerden die Wassertemperatur als zu kalt empfinden – ab nächstem Jahr wird deshalb auf 35 Grad erhöht, verrät er.

Ob Ingrid Bauersfeld dann zum Badegast der Therme wird, weiß sie noch nicht so genau. Dass sie aber wieder in Bad Bevensen sein werden, ist so gut wie sicher. Ob es zur Silberhochzeit des Paares sein wird, ist auch noch offen. „Aber was sollen wir auf einer Kreuzfahrt“, schüttelt Alfons Bauersfeld den Kopf. „Wenn ich das so höre – da kommt man dann irgendwann zurück und hat acht Kilo zugenommen...“ – Die Schleswig-Holsteiner werden also auch in Zukunft der Kurstadt treu bleiben.

Von Ines Bräutigam

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