Herz- und Gefäßzentrum öffnet gestern Türen für Besucher / Referat über Herzrhythmus

Für ein Leben im Takt

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Verschiedene Einrichtungen wie beispielsweise der Hospizdienst waren beim Forum mit einem Informationsstand vertreten.

Bad Bevensen. Das Herz schlägt am Tag gut 100 000- mal. Dabei, sagt Dr. Christian Baumbach, habe der Herzmuskel seinen eigenen Rhythmus.

Mal pumpe das Herz schneller das Blut durch den Körper, mal langsamer, so der Chefarzt der Klinik für kardiologische und angiologische Rehabilitation am Herz- und Gefäßzentrum in Bad Bevensen (HGZ). Nur eines darf nicht geschehen: Das Herz darf nicht dauerhaft aus dem Takt geraten.

Ruhiger werden bei Bastelarbeiten: Das Angebot lockte nicht nur die jüngsten Besucher.

Wie das verhindert werden kann und wie Menschen einen guten Lebensrhythmus behalten, das war gestern Thema des Forums am HGZ. Der Mediziner Baumbach war als Referent eingeladen, zudem waren viele Selbsthilfegruppen, Vereine und Verbände zur Information und Beratung vor Ort, ob nun der Inklusionsbeirat der Stadt, der ambulante Hospizdienst im Landkreis oder die Grünen Damen aus dem Haus.

Zu den Gästen zählte auch Bad Bevensens Bürgermeisterin Susanne Lühr-Peschke. Sie berichtete von prägenden persönlichen Erfahrungen, als ihr persönlicher Lebensrhythmus aus dem Takt geriet. „In-sich-hinein-hören, Signale wahrnehmen, Aufgaben verlagern, Freizeit gestalten“, formulierte sie Tipps.

Freizeit gestalten – das kann dabei helfen, dass man nicht aus dem Takt kommt: Die Kinder- und Jugendgruppe im NABU stellte für Interessierte ein Igelschutzprogramm vor. 

Dann der Impulsvortrag von Dr. Christian Baumbach zum Thema „Im Takt bleiben – intakt bleiben“. „Als Lebensrhythmen unseres Körpers haben beispielsweise der Herzrhythmus sowie regelmäßige Wach- und Schlafphasen maßgeblichen Einfluss auf unsere Gesundheit“, referierte er. Das Herz arbeite nicht wie ein Uhrwerk mit immer gleichen Schlägen. Es sei nicht wie der Mensch, wie das Leben, im starren Rhythmus, fände aber bei gesunden Menschen wieder zum natürlichen Rhythmus zurück. Mit Zahlen ging Baumbach näher auf das Herz ein: etwa 300 Gramm schwer sei der Muskel, fünf Liter Pumpleistung habe er pro Minute in Ruhe, unter Belastung seien es 12 bis 14 Liter.

Wie ein sinnvoller Ausgleich zwischen Aktion und Regenration möglich ist, dazu gab es mehrere Angebote gestern im HGZ. Das reichte von der entspannenden Wirkung beim Ausmalen eines Mandalas, über Tipps zur Achtsamkeit bis hin zur Einführung in die Progressive Muskelentspannung.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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