Umstrittene Werbetafel am Bad Bevenser Ortseingang: Unklarheit über Zuständigkeit ausgeräumt

Landkreis prüft Zulässigkeit

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Das Werbebanner einer Firma (links) am Ortseingang von Bad Bevensen wirbt für ein Projekt, dass offensichtlich unrealisierbar ist, und wurde möglicherweise auch noch widerrechtlich an diesem Standort aufgestellt.

Bad Bevensen. Die Werbetafel an der Ortseinfahrt von Bad Bevensen sorgte von Anfang an für Wirbel: Zum Einen, weil darauf ein Investor für eine „Residenz Am Osterbeck“ gesucht wird, die nach Auskunft von Politik und Stadtverwaltung planungsrechtlich gar nicht realisierbar ist.

Zum Anderen, weil das Werbeschild an dieser Stelle gar nicht stehen darf. Doch auch rund zwei Monate nach dem Aufstellen ist es immer noch an Ort und Stelle.

Offensichtlich hatte es Unklarheiten in Sachen Zuständigkeit gegeben: Die Stadt Bad Bevensen hatte den Landkreis Uelzen als Bauaufsicht eingeschaltet. Der wiederum hatte Mitte Juni erklärt, man warte noch auf eine Stellungnahme der Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg. Eine AZ-Nachfrage in Lüneburg ergab nun: „Wir sind da gar nicht zuständig.“ Landkreis-Sprecher Martin Theine bestätigt das gestern auf AZ-Anfrage.

„Es ist in der Tat richtig, dass laut Baurecht wir zuständig sind“, so Theine. „Wir sind nun dabei, die Zulässigkeit des Werbeschildes zu klären. Das ist jetzt ein laufendes Verfahren.“ Wie lange die Prüfung dauern werde, könne er nicht abschätzen. Offensichtlich ist es mit dem einen Werbeschild am Bad Bevenser Friedhof auch noch nicht getan: Nach Auskunft des Landkreises stünden nunmehr insgesamt drei Werbetafeln, die von der betreffenden Firma in Bad Bevensen aufgestellt worden seien, zur Überprüfung an.

Stadtverwaltung und Politik hatten sich, wie berichtet, von der Werbung für das Residenz-Projekt überrascht gezeigt. Bürgermeister Martin Feller hatte betont, dass für das Gelände neben dem Friedhof bereits vor mehreren Jahren das Erstellen eines Bebauungsplans abgelehnt worden sei. Und dieser Beschluss habe bis heute Bestand. Möglichen Bauvorhaben werde damit an dieser Stelle eine klare Absage erteilt.

Der Eigentümer der Ackerfläche – ein Bevenser, der namentlich ungenannt bleiben möchte – hatte unterdessen befunden, dass man Investoren für Bad Bevensen grundsätzlich und immer gebrauchen könne. Man müsse sich ja nicht auf die betreffende Fläche festlegen. Er wollte seine Initiative als Werbeaktion für die gesamte Stadt verstanden wissen.

Von Ines Bräutigam

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