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Landesgartenschau 2026: Nur noch ein Konkurrent für Bad Bevensen

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Von: Gerhard Sternitzke

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Eine Mann filmt mit seiner Kamera die Medinger Mühle.
Die Stadt Bad Bevensen hat jetzt einen Imagefilm für ihre Bewerbung zur Landesgartenschau 2026 drehen lassen. Hier Aufnahmen vor der Medinger Mühle. © Privat

Die Stadt Bad Bevensen hat nur noch einen Konkurrenten bei ihrer Bewerbung um die Landesgartenschau 2026: Bad Nenndorf nahe Hannover. Der dritte Bewerber Wilhelmshaven ist hingegen bereits ausgeschieden. Die Entscheidung über die Vergabe fällt möglicherweise schon Anfang 2022.

Bad Bevensen – Jetzt wird es ernst für Bad Bevensen. Am 8. Dezember stellt die Kurstadt ihr Konzept für die Landesgartenschau 2026 einer Jury vor. Im Vorfeld wurde ein Imagefilm gedreht. Im ersten Quartal des neuen Jahres, möglicherweise schon zu Jahresbeginn, fällt die Entscheidung, ob die „Lebensader Ilmenau“, so das Motto, Besucher aus ganz Niedersachsen und darüber hinaus anzieht. Das teilt Stadtdirektor Martin Feller auf AZ-Nachfrage mit. „Die Chancen steigen“, sagt der Verwaltungschef, denn es gebe nur eine weitere Bewerbung. Zudem sei nach mehreren Schauen im Süden des Landes, 2022 in Bad Gandersheim, nun wieder der Norden an der Reihe.

Konkurrent Bad Nenndorf, Schwefel-, Sole- und Moorheilbad nahe Hannover, stellt seine Bewerbung unter das Motto „Quellen der Vielfalt“. Ähnlich wie Bevensen will man weg vom klassischen Kurort hin zum Ort für Gesundheit, Erholung und Naturerlebnis. Für die Gartenschau hat sich die Stadt vorgenommen, das Wasser erlebbarer zu machen, die Parkanlagen zu erweitern und Grünräume zu vernetzen.

Ein dritter Konkurrent ist bereits ausgeschieden. In Wilhelmshaven kämpfte eine Bürgerinitiative gegen die Einzäunung eines Parks für die Landesgartenschau und warnte vor Lieferverkehr, Flächenversiegelung sowie unkalkulierbaren Kosten. Die Stadt entschied sich schließlich – unter Verweis auf die angespannte Haushaltslage –, sich zunächst nicht zu bewerben, sondern später die Ausrichtung der Schau im Jahr 2030 anzustreben.

Besondere Chancen rechnet sich Bevensens Stadtdirektor Feller auch deshalb aus, weil die Kurstadt im Rahmen der Landesgartenschau gezielt zwei Problembereiche aufarbeiten will. Rund um die Medinger Mühle soll die Umweltbildung im Mittelpunkt stehen, im Bereich des ehemaligen Hamburgischen Krankenhauses sollen naturnahe Wohnformen erprobt werden. In beiden Fällen sei die Stadt in der Abstimmung der Kaufverträge, berichtet Feller. Der Kreistag hat bereits beschlossen, das Krankenhausgelände für eine Million Euro an die Kurstadt zu verkaufen. Auch die Mühle soll für eine Million Euro den Eigentümer wechseln.

Ebenfalls positiv für die Bewerbung: Für das Gelände des Hamburgischen Krankenhauses gibt es bereits einen interessierten Investor, der sogenannte Tiny Houses, Kleinsthäuser, sowie Ferienhäuser und Baumhäuser errichten will, teilt Feller mit.

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