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Altenmedinger Turnhalle soll bis Ende 2023 saniert werden

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Samtgemeindebürgermeister Martin Feller (von links), Schulleiterin Stephanie Blume, TSV-Vorsitzender Christian Klie, Staatssekretär Stephan Mahnke in der Altenmedinger Turnhalle.
Freude über die Finanzspritze für die Altenmedinger Turnhalle (von links): Samtgemeindebürgermeister Martin Feller, Schulleiterin Stephanie Blume, TSV-Vorsitzender Christian Klie, Staatssekretär Stephan Mahnke. © Sternitzke, Gerhard

Umkleiden, Duschen und Sporthalle versprühen den spröden Charme der siebziger Jahre – und dennoch herrscht Leben in der Altenmedinger Turnhalle. Grundschüler, Kindergartenkinder und Mitglieder des Turn- und Sportvereins (TSV) sind hier regelmäßig in Bewegung. Damit das auch in Zukunft so bleibt, will die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf das Gebäude für 1,6 Millionen Euro sanieren.

Altenmedingen – Mit Rückenwind aus Hannover fällt ihr das leichter. Am 27. September überreichte Staatssekretär Stephan Mahnke auf dem Spielfeld den Bewilligungsbescheid für 400 000 Euro aus dem Sportstättenförderprogramm des Landes an Samtgemeindebürgermeister Martin Feller.

„Wenn man die Halle anschaut, die Duschen und Umkleiden, dann sieht man, dass eine Sanierung ansteht“, bestätigt der Vertreter des Innenministeriums. Und solch eine Sporthalle sei gerade auf dem Dorf unverzichtbar, damit Kinder an den Sport und den TSV herangeführt würden und damit der Verein seine Funktion als Kristallisationspunkt im Dorfleben wahrnehmen könne.

„Sport getrieben wird von früh bis spät“, bestätigt Schulleiterin Stephanie Blume. Auch im Rahmen der offenen Ganztagsschule werde die Halle genutzt. Derzeit wird in Kooperation mit dem TSV Altenmedingen eine Tischtennis-AG angeboten. Im Verein selbst sind insgesamt zwölf Gruppen vom Eltern-Kind-Turnen bis zu den erfolgreichen Geräteturnerinnen aktiv. „Man kann hier wunderbar Sport treiben, aber es gibt Stellen, wo man sich sicherheitstechnisch Gedanken macht“, fasst die Schulleiterin zusammen. Gemeint sind etwa die Wände, die einen Prallschutz erhalten sollen. Aber auch mehr Stellplatz für die Sport- und Spielgeräte wünscht sich die Schule. Ein Anbau ist geplant.

„Eigentlich ist das eine schöne Turnhalle“, findet Samtgemeindebürgermeister Feller. „Es ist einfach eine Turnhalle, die sich zu sanieren lohnt.“ Außenwände und Dach sollen gedämmt und die Fenster ausgetauscht, zudem die Heizungsanlage erneuert werden, um Energie zu sparen. Im Rahmen der Sanierung gibt es dann auch neue Umkleiden und Sanitärräume sowie einen neuen Schwingfußboden für die 17 mal 28 Meter große Halle. 1,6 Millionen Euro sei viel Geld für die Turnhalle. „Aber danach wird sie wie neu sein“, verspricht Feller.

Mit dem Umbau will die Samtgemeinde im April beginnen. Ziel für die Fertigstellung ist das Jahresende 2023. Zunächst aber müssen die Pläne erstellt werden. Dabei wird auch noch einmal über die neue Heizung nachgedacht. Angesichts der Gasknappheit kommt eher eine Wärmepumpe in Frage, meint Bauamtsleiter Oliver Willing. Möglicherweise wird auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert.

In der Energiekrise müssen alle sparen, die Samtgemeinde dreht an den Thermostaten in den Sporthallen. „Wir werden zwar die Temperatur auf 17 Grad absenken, aber heiß duschen ist nach dem Sport angesagt“, stellt Samtgemeindebürgermeister Feller klar. „Uns ist wichtig, dass die Turnhallen in Krisenzeiten offen bleiben.“

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